Südafrika
Rohstoffe treiben die Börse

Unbeeindruckt von den geopolitischen Spannungen hat die Johannesburger Börse in den letzten beiden Wochen weiter an Fahrt gewonnen. Ob der südafrikanische Markt seinen Aufwertstrend halten kann, so prognostizieren die Experten, hängt auch maßgeblich von der Fußball-WM ab.

JOHANNESBURG. Sie liegt wieder über der Marke von 21 000 Punkten. Verantwortlich dafür war vor allem das anhaltend gute Abschneiden der Schwergewichte im südafrikanischen Minensektor, die in den letzten Wochen ausnahmslos gute Ergebnisse vorlegen konnten. Auch die Quartalsresultate der Goldkonzerne lagen insgesamt leicht über den Erwartungen, der Goldsektor kletterte daher wieder über die 3 000-Punkte-Marke.

So konnte zum Beispiel Gold Fields, der weltweit viertgrößte Produzent des Edelmetalls, im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn vor Sonderposten auf 192 Mill. Dollar verdreifachen. Auch das vor sieben Jahren vom Kap nach London umgezogene Bergbauunternehmen Anglo American hat seinen operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um mehr als 50 Prozent auf knapp über 4 Mrd. Dollar gesteigert. Wachstumstreiber waren dabei insbesondere die gestiegenen Metallpreise.

Neben einer Sonderdividende von einer Mrd. Dollar kündigte das Unternehmen einen weiteren Aktienrückkauf von 4 Mrd. Dollar an. Angesichts der anhaltend hohen Preise für Grundmetalle und des unvermindert hohen Wachstums in China stellte Konzernchef Tony Trahar eine weitere Verbesserung des Ergebnisses für die zweite Jahreshälfte in Aussicht.

Trotz eines Rückschlags zu Wochenbeginn konnte sich auch der Rand gegenüber Dollar und Euro zuletzt leicht erholen. Unterstützt wurde der Aufschwung des Rands durch die jüngsten Wirtschaftsdaten. So stiegen die Umsätze im Einzelhandel im Mai um 10,6 Prozent, was Beobachter als positives Signal für die robuste Binnennachfrage am Kap werteten.

Allerdings ist die Inflationsrate zuletzt auf fast fünf Prozent und damit auf ihren höchsten Stand in mehr als zwei Jahren gestiegen. Dies macht nach Analystenangaben einen weiteren Zinsanstieg um zumindest einen Prozentpunkt bis zum Jahresende wahrscheinlich, schon weil sich die Notenbank zum Ziel gesetzt hat, die Inflationsrate in einer Spanne zwischen drei und sechs Prozent zu halten.

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