Tages- und Festgeldangebote im Vergleich
Zinsen: Mehr Rendite mit der richtigen Strategie

Auch wenn die Zinsen aktuell im Keller sind, müssen sich Anleger nicht mit Minirenditen begnügen. Mit den richtigen Produkten und beim passenden Anbieter lässt sich der Ertrag schnell verdoppeln. Die beste Anlagestrategie bei Tages-, Festgeld, Sparplänen und Rendite-Bausparen.

DÜSSELDORF. Was für die gebeutelte Wirtschaft ein Segen ist, wird für den Anleger zum Fluch. Anfang Mai senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins um 0,25 Punkte auf 1,0 Prozent. Zum Vergleich: Im Oktober 2008 lag der Satz noch bei 4,25 Prozent. "Die meisten Banken haben die letzte Senkung mittlerweile eingepreist", sagt Max Herbst, Inhaber der Frankfurter Finanzberatung FMH. Tagesgeld bringt aktuell im Schnitt 1,78 Prozent, Festgeld mit einjähriger Bindung 1,80 Prozent. Und das vor Steuern.

Angesichts solcher Sätze müssen Anleger mit hohem Sicherheitsbedürfnis aber nicht in Depression verfallen. Einige Institute bieten immer noch anständige Zinsen. Mit der richtigen Produktwahl lassen sich die Konditionen optimieren und unter dem Strich mehr herausholen.

Tagesgeld: Hohe Zinsen länger sichern

Seriöse Finanzberater sind sich einig: jeder braucht ein Tagesgeldkonto. Als stille Reserve gedacht liegt dort das Geld sicher. Der Vorteil liegt in der Flexibilität: Beträge jeder Höhe lassen sich ohne lange Verzögerung abbuchen und Anschaffungen damit bezahlen. Auch aktive Anleger setzen auf Tagesgeld: Nach einem Aktiendeal parkt das Geld auf dem Konto und wird verzinst.

Bei Summen bis 10 000 Euro bietet die Comdirect aktuell vier Prozent Zinsen, gefolgt von der Advanzia Bank mit einer Rendite von 3,98 Prozent und der Bank of Scotland und NIBC mit 3,8 Prozent. Wer einen höheren Betrag einzahlen möchte, sollte die Comdirect-Offerte meiden. Bei Beträgen von mehr als 10 000 Euro sinkt der Zins auf 1,25 Prozent.

Einige Banken garantieren den aktuellen Zinssatz über einen längeren Zeitraum. Die Comdirect schreibt die Konditionen bis Ende August fest. Beim mit 3,25 Prozent verzinsten Skyline Plus Konto der 1822 Direkt bleibt der Satz zwei Monate konstant.

Anleger, die Tagesgeld meiden und stattdessen auf Sparbücher einzahlen machen ein schlechtes Geschäft. Im Schnitt liegt die Verzinsung bei 0,75 Prozent. Einige Institute offerieren sogar nur 0,25 Prozent. Positive Ausnahme: Die Postbank verzinst das Sparcard direkt Konto mit drei Prozent.

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