TecDax
Tech-Aktien fahren auf der Überholspur

Der deutsche Technologieindex TecDax hat seinen großen Bruder in den vergangenen Monaten deutlich abgehängt. Analysten sehen aber noch weiteres Potenzial für die Technologiewerte. Den Aufschlang gegenüber den Dax-Werten halten sie angesichts deutlich besserer Wachstumsperspektiven für Umsatz und Gewinn für gerechtfertigt.

FRANKFURT. Kurzzeitiges Durchatmen oder erstes Anzeichen für ein allmähliches Entweichen von heißer Luft aus einer mittlerweile wieder großen Blase? Der deutsche Technologie-Index TecDax hat zum schwachen Wochenauftakt an den Börsen gestern weit mehr gelitten als der große Bruder Dax. Das schürt bei vielen Anleger Befürchtungen, dass das kräftige Plus der vergangenen drei Monate übertrieben ausgefallen ist. Immerhin hat der TecDax seit dem Tief Anfang März fast 60 Prozent an Wert gewonnen, beim Dax waren es "nur" 40 Prozent. Noch deutlicher wird der Unterschied seit Jahresanfang. Seitdem steht der Dax mit vier Prozent im Plus, der Technologieindex schon mit 22 Prozent.

Dennoch tritt das Gros der Analysten nicht auf die Euphoriebremse. "Die für die Jahre 2009 bis 2011 geschätzten Wachstumsraten bei Umsätzen und Gewinnen der TecDax-Werte liegen inzwischen deutlich über den Werten für Dax und MDax", heißt es vonseiten der DZ Bank. Soll heißen: Die Bank sieht gute Chancen, dass sich der TecDax auch künftig besser entwickelt als der Dax, zumal der Technologieindex mit seinen insgesamt 30 Werten nach wie vor als günstig bewertet gilt - einige wenige Überflieger ausgenommen.

Positiv wirkt dabei die äußerst vorsichtige Einschätzung zu Jahresanfang. Die Analysten reduzierten damals ihre Gewinnprognosen für den TecDax im Schnitt um 33 Prozent, im Dax waren es lediglich 23 Prozent. Positive Überraschungen sind damit jetzt umso wahrscheinlicher.

Das liegt besonders daran, dass der Index von Titeln aus dem Bereich Regenerative Energien dominiert wird. Nach schweren Zeiten berichtet diese Branche wieder über bessere Auftragseingänge. Solarworld als Nummer eins kann sich im September sogar berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in den Dax machen. Seit ihrem Tief im März hat sich ihr Kurs verdoppelt. Überraschenderweise hat das Bonner Unternehmen selbst im extrem düsteren ersten Quartal eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 22 Prozent erreicht. Analyst Peter Wirtz von der WestLB glaubt sogar, dass es dem Unternehmen in diesem Jahr zum ersten Mal in seiner Geschichte gelingen wird, einen Umsatz vom über einer Mrd. Euro zu erzielen. An dieser Stelle standen im vergangenen Jahr noch 900 Mio. Euro.

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