TecDax-Titel zeigen 2005 erstmals höhere Gewinnmargen als MDax-Werte
Analysten sehen großes Potenzial bei Technologieaktien

Trotz Achterbahnfahrt in den letzten zwei Wochen und dem absehbaren Abschied des Indexprimus T-Online sehen Analysten enormes Aufwärtspotenzial für den TecDax. Bis auf 590 Punkte soll der deutsche Technologieindex, der gestern bei 507 Punkten notierte, in den nächsten sechs Monaten zulegen können, rechnet Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

FRANKFURT/M. Im günstigsten Fall könnte sogar der Anstieg bis auf 660 Punkte folgen. Seit Ende September hatte der TecDax innerhalb von einer Woche um knapp zehn Prozent auf 525 Punkte zulegen können, ehe er in den letzten Tagen rund die Hälfte davon wieder einbüßte.

Seinen Optimismus bezieht Streich aus der Tatsache, dass sich das konjunkturelle Umfeld deutlich aufhellt und externe Belastungsfaktoren wie der derzeit sehr hohe Ölpreis abflauen. In solchen Phasen hat der TecDax in der Vergangenheit deutlich besser abgeschnitten als Dax und MDax. Auch gegenüber dem Nasdaq-100-Index, der stets als Vergleichsindikator herangezogen wird, war eine deutlich bessere Kursentwicklung festzustellen. Hinzu kommt die derzeit trotz des jüngsten Kursanstiegs noch immer günstige Bewertung der insgesamt 30 Technologieaktien. Deren Kurs- Gewinn-Verhältnis (KGV) für das kommende Jahr liegt im Schnitt bei 16. Im MDax, in dem die klassischen Industriewerte notiert sind, liegt es bei 12,5. „Die Höherbewertung des TecDax liegt jedoch deutlich unter dem, was im langfristigen Durchschnitt zu beobachten war“, sagt Uwe Streich.

Vorbei sind auch die Zeiten, als Technologietitel als Symbol für hohe Verluste standen. 26 der 30 TecDax-Werte schreiben nach Auskunft der DZ-Bank inzwischen schwarze Zahlen. Und im kommenden Jahr könnte diese Werte erstmals profitabler als die klassischen Unternehmen im MDax arbeiten. Die durchschnittliche Marge für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liegt nach Berechnungen von LBBW-Analyst Streich bei 5,96 Prozent. Für den MDax rechnet er mit 3,54 Prozent.

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