Technik und Konsum sind Trumpf
Die Top-Aktien für 2007

Geht es nach den Kapitalmarktprognosen der führenden Banken weltweit, dann werden die Aktien aus dem Bereich Technologie, Medien und Telekom (TMT) im kommenden Jahr die große Überraschung an den Börsen darstellen. Daneben zählen wie schon in den vergangenen Jahren Versicherer, Immobilien-, Pharma- und Rohstoffwerte zu den favorisierten Branchen der Experten

FRANKFURT. Als Geheimtipp gerade für Deutschland gelten Konsumtitel; denn die anziehende Konjunktur und die steigende Beschäftigung werden den Marktstrategen zufolge den Dämpfer der höheren Mehrwertsteuer mehr als wettmachen.

„Insgesamt profitieren die Aktienmärkte weiter von den moderaten Bewertungsniveaus, der positiven Gewinnentwicklung, niedrigen Renditen und weiterhin hohen Übernahmeaktivitäten“, sagt Klaus Martini von der Deutschen Bank. Die jeweiligen Einzelwerte dürften sich 2007 allerdings längst nicht so gleichmäßig nach oben entwickeln wie in diesem Jahr, in dem 25 der 30 Dax-Werte teils rasante Gewinne eingefahren haben. Deshalb spielt eine starke Selektion innerhalb der einzelnen Branchen im kommenden Jahr eine weitaus größere Rolle als in den Vorjahren.

Versicherer und Immobilienwerte stehen weiterhin in der Gunst der Anleger ganz oben, so die einhellige Meinung der Experten. Nicht nur, dass deren Gewinne weiter sprudeln werden. „Wir erwarten, dass durch die Einführung der steuerbegünstigten Immobilienaktien (Reits) im kommenden Jahr der Blick der Investoren stärker auf die Immobilienbestände der Unternehmen gerichtet sein wird“, sagt Matthias Jörss vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Davon dürften unter anderem die großen Versicherer wie Allianz und Münchener Rück profitieren.

Eine unerwartete Renaissance könnten dagegen die TMT-Werte erleben. Seit dem Zusammenbruch der „New Economy“ im Jahr 2000 litten sie unter schwacher Nachfrage – sowohl nach ihren Produkten als auch nach ihren Aktien. Nun steht laut Teun Draaisma von Morgan Stanley nicht nur eine Vielzahl neuer Produktgenerationen an wie Sonys Spielekonsole PS3 oder Microsofts Betriebssystem Vista, die Unternehmen haben auch ihre Verschuldung deutlich zurückgefahren. „Viele Technologiefirmen strotzen inzwischen vor Geld“, sagt Alfred Roelli vom Schweizer Bankhaus Pictet.

Zugute kommt dem Sektor dabei, dass die Investoren wegen der zuletzt positiven Konjunkturaussichten für das kommende Jahr mutiger geworden sind als in den Vorjahren, als vor allem defensive Titel bevorzugt worden waren. Durch diese einseitige Ausrichtung seien Substanzwerte gegenüber den spekulativeren Wachstumswerten allerdings so teuer geworden wie zuletzt Ende der 80er-Jahre, hat Olivier Rudigoz von BNP Paribas ausgerechnet.

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