Technische Analysten raten, ab Februar auf Ausstiegssignale zu achten – Nur Nebenwerte haben Dauerkonjunktur Euphorie in Zahlen
Der Wall Street droht das Ende der Rally

Die seit zwei Jahren anhaltende Aktienrally an der Wall Street wird noch bis weit in den Januar oder gar Februar dauern. Diese Einschätzung vertreten technische Analysten führender US-Investmenthäuser. Anschließend dürfte die Hausse allerdings in eine ebenso lange Baisse übergehen.

DÜSSELDORF. Die Prognosen erstrecken sich auf die im Kursbarometer S&P 500 zusammengefassten größten US-Werte. Bei Nebenwerten herrschen derzeit andere Gesetze. Dort liegt nach Ansicht der Experten ein echter, lang anhaltender Boom vor, dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Für Anleger heiße das, jetzt noch in Aktien investiert zu bleiben. Ab Ende Januar, Anfang Februar müssten sie jedoch auf Signale zum Ausstieg achten, etwa auf steigende Zinsen oder Gewinnwarnungen.

„Wir befinden uns in einem zyklisch bedingten Bullenmarkt, der insgesamt nicht länger als zwei oder zweieinhalb Jahre dauern dürfte“, sagt der technische Analyst der Investmentbank Merrill Lynch, Richard McCabe, der im Jahr 1999 auch den Einbruch der Internetaktien korrekt vorausgesagt hatte. Der gegenwärtige Aufschwung der US-Aktien begann Ende 2002. Zwei Jahre sind somit schon vorbei. Auch der technische Analyst der Investmentbank Lehman Brothers, Jeff deGraaf, und Marktanalyst Tim Hayes vom Researchinstitut Ned Davis erwarten, dass die Rally ab Februar Schwächen zeigt.

Technische Analysten stützen sich bei ihren Prognosen auf historische Kursverlaufsmuster und lassen im Gegensatz zu den Fundamentalanalysen unternehmensspezifische Daten außer Acht. Vielmehr spielen Herdentrieb und Psychologie in diesem Ansatz eine große Rolle.

„Vor allem die Breite des Aufschwungs und die Handelsvolumen sprechen für eine Fortsetzung der gegenwärtigen Rally“, sagt deGraaf. Ähnlich wie McCabe und Hayes führt er auch saisonale Gründe an. Die Monate Dezember und Januar haben im langfristigen Schnitt die beste Aktienkursentwicklung verzeichnet. Auch nach einer Präsidentschaftswahl ging es in der Regel noch ein paar Monate aufwärts.

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