Technologieaktien: Vom „fallenden Messer” profitieren

Technologieaktien
Vom „fallenden Messer” profitieren

Technologieaktien hatten es zuletzt schwer: Ganze 4,3 Prozent hat etwa der Nasdaq 100 in wenigen Tagen verloren, ein „fallendes Messer”. Doch gerade jetzt könnte ein Einstieg lohnen, meinen Analysten von Oppenheimer.
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DüsseldorfAktien zu kaufen, die sich gerade inmitten eines Freifalls befinden, wird in der Finanzwelt oft damit verglichen, ein „fallendes Messer aufzufangen” – wegen der Risiken, die damit verbunden sind. Doch die technischen Analysten der Investmentgesellschaft Oppenheimer haben genau dazu am Montag geraten. Ihren Worten zufolge ist die US-Branche mit der schlechtesten Entwicklung in der vergangenen Woche eine attraktive Chance.

Der Nasdaq 100 der größten Technologiewerte fiel am Montag bis zum Börsenschluss um weitere 0,9 Prozent, womit sich das Minus über drei Handelstage auf rund 4,3 Prozent addiert. Investoren hatten Ende Februar und Anfang März begonnen, sich aus Momentum-Aktien, die im Aufwärtstrend begriffen sind, zurückzuziehen und ihr Geld lieber in günstigere Titel zu stecken.

Die Deutsche Bank erklärt das so: „Die Aktien-Beta-Positionierung hat sich Richtung neutral bewegt”. Wenn eine Aktie ein höheres Beta hat, bedeutet dies, dass sie risikoreicher ist als vergleichbare Werte. Aktien mit einem Beta über eins steigen in der Regel bei einer Rally schneller als die Leitindizes und fallen bei einem Abwärtstrend stärker.

Das gilt nicht nur für Tech-Aktien, sondern auch für Biotechnologiewerte und für kleinere Titel. Der Russell 2000 Index für kleine US-Firmen sank am Montag um 1,5 Prozent. Er erreichte damit nahezu den tiefsten Stand in zwei Monaten.

Mit Blick auf die Technologieaktien rät Oppenheimer unter anderem deshalb zum „Auffangen des Messers”, weil sich Aktienkörbe, in denen alle Titel gleichgewichtet waren, zuletzt besser entwickelt haben als etwa ein nach Unternehmensgröße gewichtetes Portfolio.

Der Guggenheim S&P 500 Equal Weight Technology ETF lag zu Handelsbeginn am Montag mit Blick auf das laufende Jahr 2,8 Prozent im Plus. Zum Vergleich: Der S&P Technology Select Sector SPDR Fund, in dem Aktien nach Marktwert gewichtet werden, hatte sich kaum von der Stelle bewegt. Das signalisiert, dass sich der Sektor auf breiter Basis besser entwickeln könnte, heißt es in der Begründung von Oppenheimer.

Ein anderer Grund ist simpler: Technologieaktien tendieren den Angaben zufolge dazu, sich zwischen April und August besser als der S&P-500-Index zu entwickeln. Es sei eine Frage der Saison.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Technologieaktien: Vom „fallenden Messer” profitieren"

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  • #### meinen Analysten von Oppenheimer. ######
    Wow, peinlich, wie billig diese Werbung aufgebaut ist.

    Auch wenn es keine ewige Korrektur sein wird, aber der Markt bereinigt gerade eine überkaufte Lage. Noch sind wir am oberen Trendkanal.

  • Ganz einfach nur noch peinlich, wie diese Probagandamaschinerie arbeitet und der Deutsche ist als Hampelmann der Weltelite ausgewaehlt und speilt seine Rolle, wie immer was ihm befohlen wird, perfekt!

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