Tool der Woche
Der passende Aktienfonds für Kinder und Enkel

Eltern und Großeltern sparen für den Nachwuchs – aber nur jeder Fünfte, der Geld für Kinder und Enkel zur Seite legt, investiert an der Börse. Dabei brachte die langfristige Anlage dort stolze Renditen.
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FrankfurtWenn Kinder flügge werden, haben sie meist kostspielige Wünsche – vom Führerschein bis zur eigenen Wohnung. Um diese erfüllen zu können, legt jeder dritte deutsche Sparer Geld für den Nachwuchs zurück. Das zeigt eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. An die Börse trauen sich dagegen jedoch nur 21 Prozent. Sparkonto, Bausparvertrag, Lebensversicherung oder sogar das Sparschwein sind deutlich beliebter, wenn es um die Vorsorge für die Sprösslinge geht.

Auffällig ist: Bei den lieben Kleinen sind Eltern, Großeltern und Pateneltern besonders vorsichtig. Schließlich investieren im Durchschnitt 24 Prozent der Deutschen in Wertpapiere. Zu unsicher erscheint das Auf und Ab der Börsenkurse jedoch, um Tauf- und Geburtstagsgelder der Kinder anzulegen.

Dabei gilt: „Wenn man frühzeitig mit dem Sparen für den Nachwuchs startet und die Ersparnisse nicht zu einem fixen Termin ausgezahlt werden müssen, sind Wertpapiere eine gute Möglichkeit, Gewinne oberhalb der Inflationsgrenze zu erwirtschaften“, weiß Karsten Rusch, Leiter Produktmanagement Investments & Insurance bei der Postbank. Das ist nichts für jeden, denn Wertschwankungen muss man dabei aussitzen können, warnen Verbraucherschützer.

Von Einzelaktien raten Experten bei der Geldanlage für Kinder ab. Stattdessen sollten Anleger Anteile von möglichst breit diversifizierten Investmentfonds oder sogenannten Exchange Traded Funds (ETF) kaufen. Ein Fonds besteht aus zahlreichen Einzelaktien, so dass das Kursrisiko für den Anleger gestreut wird. Im Falle eines ETF spiegelt die Zusammensetzung einen bestimmten Index wider – zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (Dax).

Wer Anteile an einem ETF kauft, partizipiert also generell an einer Marktentwicklung und setzt nicht, wie bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds, auf das Geschick eines Fondsmanagers, der unter Umständen den einen oder anderen Kursrückgang durch cleveres Handeln dämpfen kann. Dafür sind ETFs deutlich günstiger bei den Verwaltungsgebühren, während ein Fondsmanager seine Kosten erst einmal erwirtschaften muss, um einen Gewinn für den Anleger zu erzielen.

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Die Vorteile eines Sparplans

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