Trends der Branche
Faustregeln für die Vermögensverwaltung

Um das Geld guter Kunden kümmert sich eine ganze Branche. Was den perfekten Vermögensverwalter ausmacht, wer die wichtigsten Anbieter sind.

Für manche Kunden sei er Finanzberater, Aufpasser und Kindergärtner in einem, sagt Markus Zschaber. Der 38-Jährige ist seit elf Jahren Vermögensverwalter in Köln. Zu Zschabers Kunden gehören neben Showstars wie Howard Carpendale, Formel-1-Rennfahrern, Unternehmern und bekannten Stiftungen auch einige Spieler eines ortsnahen Fußballbundesligavereins. "Es kann passieren, dass ein Profikicker in der Winterpause anruft und mir sagt, dass er am Wochenende nach Mallorca fliege; dafür brauche er mal eben 30 000 Euro." In so einem Fall versuche Zschaber, dem "ja noch sehr jungen Klienten" etwas mehr Disziplin in Gelddingen nahe zu legen. "Ich frage, ob nicht auch 5000 Euro reichen", so der Kölner, "schließlich verdienen die Jungs nur ein paar Jahre so gut, da müssen sie erst mal ein Vermögen aufbauen."

Ein Vermögen aufbauen und dann erhalten - das ist nicht nur für Fußballer ein schwieriges Unterfangen. Viele Anleger haben sich in Eigenregie daran versucht und ihrem Depot dabei Dellen zugefügt. Nach Zahlen der Boston Consulting Group (BCG) sind die privaten Vermögen 2001 und 2002 weltweit erstmals seit den Siebzigerjahren geschrumpft. Schuld daran war der Börsencrash nach dem März 2000, der viele Autodidakten Lehrgeld zahlen ließ.

Keine Alternative zu Profis

Wer es sich leisten kann, vertraut seine Ersparnisse lieber einem Profi an. Der nimmt einem die Arbeit ab, täglich Aktienkurse zu verfolgen, die Risiken des Rentenmarktes und Dutzende einzelne Investmentfonds und Steuersparvarianten zu analysieren und dazu hundertseitige Emissionsprospekte zu wälzen. Ganz nebenbei delegiert der Kunde ihm auch die Verantwortung und den psychischen Erfolgsdruck, das Geld an den richtigen Stellen arbeiten zu lassen.

"Bei Vermögen mit mehreren Millionen Euro, bei denen zu Bargeld und Wertpapieren meist Immobilien und Beteiligungen kommen, gibt es zur professionellen Betreuung keine Alternative", sagt Tom Friess, Leiter des VZ Vermögenszentrums in München. "Neben der Rendite spielen dann zu viele andere Aspekte eine Rolle", meint auch Zschaber, vor allem die steuerliche Komponente. Da verliert der Laie schnell den Überblick.

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