Trotz Risiken bietet Aktienmarkt Anlagealternativen
Anleihen und Lebensversicherungen bieten trügerische Sicherheit

Der demographische Wandel beschert nicht nur Aktien verhaltene Perspektiven, auch die vermeintlich sicheren Anlageformen kommen nicht ungeschoren davon. „Die hohe Sparneigung und ein niedrigeres Wirtschaftswachstum wirken eher zinssenkend“, sieht Stefan Schilbe, Chefvolkswirt bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, tendenziell magere Zeiten auf Zinsanleger zukommen.

tlu HB DÜSSELDORF. Das würde nicht nur die Renditen von Anleihen und Sparbüchern drücken, auch die Ablaufleistungen von Kapitallebensversicherungen wird aller Wahrscheinlichkeit nach dann sinken.

Wie stark die schwache Entwicklung an den Aktienmärkten und Niedrigzinsen in den vergangenen Jahren auf die Ergebnisse der Versicherer durchgeschlagen sind, hat jüngst das Fachmagazin „Map-Report“ nachgewiesen. Danach liegt die Durchschnittsrendite eines zwölfjährigen Vertrags nur noch bei etwas über fünf Prozent. Im Jahr 2000 waren es noch deutlich mehr als sechs Prozent. Nicht so gravierend, aber immer noch deutlich ist im gleichen Zeitraum die Ablaufleistung bei 30-jährigen Verträgen gesunken – von 6,18 auf 5,89 Prozent.

Allerdings ist dieses Szenario keine ausgemachte Sache: Sollte der Staat auf Grund der massiven Kostenexplosion in den Sozialsystemen und sinkender Steuereinnahmen seine Neuverschuldung massiv ausweiten, bringt das die Inflation und damit auch die Renditen am Kapitalmarkt auf Trab.

Darüber hinaus bietet der Aktienmarkt trotz aller Risiken Anlagealternativen. Pharma- und Medizintechniktitel gelten für viele Analysten als erste Aspiranten, die von der Überalterung profitieren werden. Aber auch bei Unternehmen aus den Dienstleistungsbereichen Reisen, Freizeit, Wellness, aber auch Finanzdienstleistung gibt es Anlageexperten zufolge gute Perspektiven.

Eine andere Alternative ist ein Investment in schnell wachsenden Schwellenländer. Mit dem auf diese Weise zur Verfügung gestellten Investitionskapital können vergleichsweise viele junge Erwerbstätige hohe Kapitalrenditen erzielen. „Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass viele dieser Märkte viel zu eng sind, um größere Kapitalmengen zu absorbieren“, warnt der HSBC-Banker Schilbe. „Dann kommt es sofort wieder zu spekulativen Blasen.“

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