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Dax steigt ohne Euphorie

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Deutsche Aktienindex heute die Marke von 7 000 Punkten übersprungen – dennoch ist die Ausgangslage heute eine völlig andere als beim ersten Mal Ende Februar. Zu dieser Einschätzung kommen vom Handelsblatt befragte führende Bankstrategen, Fondsmanager und Volkswirte.

FRANKFURT. Der wesentliche Unterschied zu damals: Die Themen, die die Märkte bewegen, sind derzeit vielschichtiger, unübersichtlicher und damit schwerer einschätzbar, heißt es. Hinzu kommt die Verunsicherung, die der Kursrutsch von acht Prozent in der ersten Märzhälfte bei den Investoren hinterlassen hat.

Trotz der jüngsten Erholung an den internationalen Aktienmärkten geben die meisten Experten deshalb noch lange keine Entwarnung. Zwar war der Dax gestern nur noch knapp 20 Punkte von seinem Jahreshoch von 7 027 Punkten von Ende Februar entfernt, dennoch sind die meisten Analysten nur langfristig optimistisch.

Wesentliches Merkmal: „Die Märkte rennen momentan Woche für Woche Themen hinterher, die seit zwölf bis 18 Monaten bekannt sind, die nun aber erst Bedeutung erlangen“, sagt Martin Gilles, Chefstratege der WestLB. Dem Kurseinbruch in China folgte die Krise am US-Hypothekenmarkt. Anschließend kochte das geopolitische Gefahrenpotenzial wieder hoch, das von Iran ausgeht und seither den Ölpreis nach oben treibt.

Wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist derzeit der Konflikt zwischen den an sich guten Fundamentaldaten von Unternehmensseite und den eher verhaltenen Aussagen, die von volkswirtschaftlicher Seite kommen. Dabei gewinnt gerade der volkswirtschaftliche Aspekt, der bis vor kurzem nur eine untergeordnete Rolle spielte, mehr und mehr an Bedeutung. „Makroökonomie und Finanzmärkte sind 2007 so stark miteinander verbunden wie seit vier Jahren nicht mehr“, sagt Martin Gilles.

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