Umfrage des Meinungsforschungsinstituts AMR
Anleger halten sich mit Aktienkäufen zurück

Deutschlands Anleger bleiben zurückhaltend. Obwohl die Unternehmen so viel wie noch nie verdienen, investiert die Mehrheit von 1000 repräsentativ befragten Anleger gar nicht oder nur sehr vorsichtig in Aktien.

HB DÜSSELDORF. Das ist das Ergebnis der monatlichen Anlegerumfrage des Meinungsforschungsinstituts AMR im Auftrag des Handelsblatts (Montagausgabe) und der Bank Trinkaus & Burkhardt.

In Europa weist der Gewinntrend nach Angaben der Datendienste JCF und Ibes mit einem Gewinnplus von mindestens sieben Prozent für das laufende Jahr nach oben. Dass aber die europäischen Börsen trotz der Rekordgewinne nur halb so hoch wie vor fünf Jahren notieren, als die Unternehmen 20 Prozent weniger verdienten, macht die Aktien für viele Anleger noch lange nicht zum Schnäppchen. 40 Prozent der Befragten vertreten die Ansicht, dass Aktien nach wie vor zu hoch bewertet sind.

Dementsprechend investieren derzeit 47 Prozent der Befragten eher vorsichtig, etwa in Staatsanleihen und am Geldmarkt. Weitere 33 Prozent halten sich sogar ganz zurück. Nur ein Fünftel der Befragten äußert eine erhöhte Risikobereitschaft und legt das Geld in Aktien oder noch risikoreichere Optionsscheine an. Börsenpsychologen erklären das Phänomen mit einer tief sitzenden Skepsis gegenüber Aktien.

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