Umfrage
Die besten Banken, Analysten und Fondsmanager

Jedes Jahr kürt Thomson-Reuters die besten Brokerbanken, Analysten und Fondsmanager. Nicht nur die Finanzbranche erwartet die Ergebnisse mit Spannung. Diesmal gibt es einige Überraschungen. Die Hamburger Berenberg Bank und Allianz Global Investors schneiden besonders gut ab.

HB FRANKFURT. Internationale Fondsmanager halten die Schweizer Großbank UBS nach wie vor für den besten Broker für europäische Aktien. Wollen sie sich über deutsche Dividendenwerte informieren, gefallen ihnen die Analysen der Berenberg Bank am besten. Dies ist das Ergebnis der jährlichen Thomson-Reuters-Extel-Umfrage des Finanzdatenanbieters Thomson Reuters. Befragt wurden rund 7 400 Fondsmanager, Analysten und Finanzexperten.

Die Ränge zwei und drei unter den Spitzen-Brokern für europäische Aktien belegen Bank of America und Credit Suisse. Bei deutschen Titeln folgen Deutsche Bank und Commerzbank auf den Plätzen zwei und drei. Die Ergebnisse für Deutschland liegen dem Handelsblatt exklusiv vor.

Für europäische Aktien liegt die UBS seit Jahren auf Rang eins der renommierten Umfrage, die 2009 zum 36. Mal durchgeführt wurde. Für deutsche Papiere konnten sich die Schweizer in diesem Jahr sogar unter den Top Ten platzieren. „Die UBS pflegt sehr enge Beziehungen zu ihren Kunden“, sagt Steve Kelly, Leiter der Thomson-Extel-Umfrage. Expertenaussagen zufolge hat das Ansehen der UBS in der Krise aber stark gelitten. Auch ist nach Einschätzung Kellys der Ruf der Brokerarbeit der Schweizer nicht mehr so gut wie früher. Doch trennten sich Fondsmanager nicht so schnell von ihren Geschäftsbeziehungen, sagt er: „Die UBS bekommt offenbar eine allerletzte Chance“.

Unter den Verfolgern fallen Kelly vor allem zwei Häuser auf: Credit Suisse und JP Morgan. Die Schweizer hätten lange Zeit im Schatten des großen Konkurrenten UBS gestanden, sagt er. Inzwischen laufe deren Geschäft deutlich besser als das des einst übermächtigen Konkurrenten. Auch JP Morgan, die laut Kelly seit längerem in ihr Broker-Geschäft investieren, begännen nun die „Früchte“ zu ernten.

JP Morgan, eine der am wenigsten von der Kreditkrise betroffenen Investmentbanken, könne jetzt ihr Broker-Geschäft weiter ausbauen, sagt er. Solche Geldhäuser steuerten dem Trend, Research-Abteilungen zu verkleinern, entgegen. „Aktuell reden Broker vor allem über Chancen“, sagt Kelly. „Was sich davon verwirklichen lässt, werden die nächsten Monate zeigen.“

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