Umfrage
Fondsmanager setzten Aktien auf „Sell“

Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten in den vergangenen Wochen haben Fondsmanager im März verstärkt Aktien verkauft. Von ihrer generellen Zuversicht für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten sind sie aber kaum abgerückt.

HB FRANKFURT. „Langfristig sind wir nach wie vor positiv für die Aktienmärkte. Dafür spricht vor allem die robuste Konjunkturlage in Europa und in den Schwellenländern“, urteilte Dennis Nacken von der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors. „Wir haben nach wie vor eine hohe Wachstumsdynamik, auch wenn die absehbar etwas nachlassen dürfte.“

Andere Anlageexperten setzen ebenfalls weiter auf Aktien. Mehr als die Hälfte der von der Reuters-Tochter Lipper befragten Fondsmanager bewertet Aktien in der jüngsten Umfrage für März mit „Übergewichten“. Den Anteil an Dividendenpapieren will in den nächsten drei Monaten nur ein Viertel der Befragten abbauen, der Rest will Positionen aufbauen oder beibehalten. Auch John Praveen von Pramerica ist nach wie vor positiv für Aktien gestimmt. Für die Firmenanteile sprächen unter anderem die Konjunkturentwicklung und die günstige Bewertung, urteilte er.

Trotz ihres Optimismus reduzierten die befragten Fondsmanager den Bestand an Aktien im März in ihren Portfolios auf 42,99 von 49,73 Prozent im Februar. Der Dax hat seit Anfang März 2,7 Prozent gewonnen, aber heftige Schwankungen und eine relativ rasche Erholung verunsicherten die Anleger. Allianz-Anlageexperte Nacken sagt, eine gewisse Risikoscheu sei zu spüren gewesen. Die Volatilität an den Märkten sei deutlich gestiegen. Außerdem habe ein weiterer Faktor die Stimmung der Anleger etwas getrübt: „Die Sorgenfalten bezüglich der US-Wirtschaft sind wegen des kriselnden Immobilienmarktes ein bisschen tiefer geworden, aber das ist unserer Meinung nach nicht überzubewerten.“

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Von der Reduzierung des Aktienbestandes profitierten im März Staatsanleihen, deren Anteil in den Portfolios der Fondsmanager auf 27,27 Prozent von 25,53 Prozent im Vormonat stieg. Auch den Bargeldbestand erhöhten die Experten, er kletterte auf 23,42 Prozent von 19,50 Prozent.

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