Umfrage
Inflationsangst lähmt Anleger

Die Deutschen haben Angst vor Inflation. Doch statt zu handeln, tun sie nichts, um ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Experten sind überrascht.
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FrankfurtDas Thema Inflation beschäftigt deutsche Anleger stark. Dennoch steuern sie in ihrer Depotstrategie nicht um und setzen nicht konsequent auf Sachwertanlagen. Das ergeben aktuelle Studien.

So ängstigen sich 38 Prozent der Deutschen vor steigender Inflation, wie eine repräsentative Umfrage unter 1023 Anlegern des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Deutschen Bank ergibt, die dem Handelsblatt vorliegt. Interessant ist, dass dennoch fast 90 der Befragten angeben, ihr Anlageverhalten nicht ändern zu wollen.

„Die Menschen haben ein sehr feines Gespür für Inflation“, stellt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, fest. Sie setzten sich sehr intensiv mit dem Thema auseinander, sagt er mit Blick auf die Gründe für Inflation, die die Befragten nennen: Eine Mehrheit von 52 Prozent führt die unsichere politische Situation im Nahen Osten an, die wegen vieler Ölförderer in der Region Druck auf den Ölpreis ausübt. Zu weiteren Gründen zählt knapp die Hälfte der Befragten die Kosten der Verschuldungskrise für die Euro-Staaten, die expansive Geldpolitik der Zentralbanken und die steigende Nachfrage nach Industrie- und Agrarrohstoffen vor allem durch die Schwellenländer. „Die Befragten sind sehr nah am aktuellen Geschehen“, resümiert Stephan.

Einer anderen Umfrage zufolge erwarten deutsche Anleger sogar teils deutliche Preisniveauerhöhungen in den kommenden sechs Monaten. So rechnen nach einer Umfrage des Instituts Forsa für die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment unter 500 Depotbesitzern 90 Prozent mit steigender Inflation, davon sogar ein Fünftel mit „stark steigender“ Preisniveauerhöhung. Als Grund nennen die Anleger die gestiegenen Energiepreise. Ende 2010 ängstigte sich noch ein knappes Fünftel weniger vor Inflation. Die meisten fürchten um ihre Ersparnisse und sparen 30 Prozent weniger im Monat als vor einem Jahr.

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  • Speziell Gold wird bei einer negativen Realverzinsung an Wert zunehmen. Quelle: zB Peter Schiff & Michael Pento (www.europac.com). Beispiel Rendite 10 J Bundesanleihe vor Steuern derzeit ca 3,5%, Festgeld im 1 Jahresbereich bei den Banken ca max. 2%, abzüglich einer tatsächlichen Inflationsrate von deutlich über 5%, nicht die Fiktion von 2.6% die offziell verbreitet wird, ist schon negativ. In den USA ist es noch krasser weil die wahre Inflation lt. shadowstats.com durch über 8% liegt.

  • Finde es schon bemerkenswert, dass in dem Artikel behauptet wird, dass es in Zeiten von erhöhter Inflation eine falsche Strategie sein, in Edelmetalle oder Rohstoffe zu investieren.

    Wie schon in den o. a. Kommentaren zu lesen ist:
    Edelmetalle (physisch!, kein Papiersilber oder Papiergold in Form von ETFs o.ä.) bieten einen sehr guten Schutz gegen Inflation. Betrachtet man alleine die Entwicklung von Gold und speziell Silber innerhalb der letzten 5 Jahre, so führt daran kein Weg vorbei. Bei Silber ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann das Allezeithoch aus dem Jahr 1980 (50 US$) endlich geknackt wird und sich seinem wahren Marktwert annähert.

    Die Schuldenpolitik in den USA (Quantitative Easing) und die Schuldenkrise in der EU tragen ihr übriges dazu bei...

  • An Manu und Privatanleger:

    Mensch, ihr wisst ja über alles supi bescheid. Und könnt auch gut über andere urteilen. Da könnt ihr euch doch glatt Arbeit suchen.

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