Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen beurteilen Investments in erneuerbare Energien als lohnend
Der Run auf Solaraktien hält an

Das Thema „erneuerbare Energien“ kommt bei Anlegern gut an. Vor allem Solaraktien stehen hoch im Kurs. Nach einem kurzen Rückgang schießen die Notierungen seit Tagen wieder nach oben. Keine Branche verzeichnet derzeit mehr – erfolgreiche – Börsengänge.

DÜSSELDORF. Nahezu jeder zweite deutsche Anleger (46 Prozent) erwägt derzeit eine Investition im Bereich erneuerbare Energien. Das ist das Ergebnis der monatlichen Anlegerumfrage des Handelsblatts und des Bankhauses Trinkaus & Burkhardt.

Erneuerbare Energien sind der Dauerbrenner dieses Jahres. Die Solarworld-Aktie verdreifachte ihren Kurs seit Anfang des Jahres. Der „European Renewable Energy Index“, den die Société Générale gemeinsam mit der Schweizer Vermögensverwaltung Sustainable Asset Management und dem Indexanbieter Stoxx entwickelt hat, notiert 80 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Index-Mitglieder sind unter anderem Vestas, der in Dänemark beheimatete weltgrößte Hersteller von Windrädern, sowie die deutschen Solaraktien Solarworld, Conergy, Q-Cells und Ersol.

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Zwei Drittel der deutschen Anleger (65 Prozent) beurteilen Investments in Firmen aus dem Bereich erneuerbare Energien grundsätzlich als lohnend. Nur 13 Prozent sehen darin keinen Sektor, der eine gute Chance auf eine bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt bietet. Besonders anlagefreudig zeigen sich mit 55 Prozent die 30- bis 40-Jährigen.

Auffällig ist, dass 42 Prozent der Befragten der Ansicht sind, dass der Sektor erst auf lange Sicht besser abschneiden wird als andere Bereiche. Wer sein Kapital in solche Unternehmen anzulegen plant, favorisiert in erster Linie entsprechend ausgerichtete Aktienfonds. Direkt in Einzeltitel würden hingegen nur 14 Prozent der Anleger investieren – und in Zertifikate auf entsprechende Aktienkörbe lediglich neun Prozent. Am häufigsten zeigen sich jüngere Anleger unter 30 Jahre risikobereit, direkt Einzelaktien zu kaufen. Hingegen besteht bei Älteren eher die Präferenz zur Anlage in Aktienfonds.

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Die Begeisterung für die erneuerbare Energie und vor allem Solaraktien erinnert an die Glanzzeiten des Neuen Marktes. Entsprechende Fonds und Zertifikate erfreuen sich hoher Mittelzuflüsse. Anleger sind – wie damals bei den boomenden Internetaktien – bereit, sehr hohe Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) zu bezahlen, also hohe Bewertungen zu akzeptieren. Die Anteilsscheine werden meist zu dem 20- bis 30fachen Jahresgewinn der Unternehmen gehandelt. Zum Vergleich: Die Titel im Deutschen Aktienindex (Dax) kosten durchschnittlich lediglich das Zwölffache.

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