Umfragen belegen die Skepsis der Deutschen im Hinblick auf die Chancen an der Börse
Anleger setzen auf Sicherheit

Kursverluste am Aktienmarkt, Konjunkturflaute und Sorgen um die Rente stimmen die Deutschen pessimistisch. Wer sich heute für eine Geldanlage entscheidet, setzt dabei auf Sicherheit. Dies zeigt die jüngste Studie „Soll & Haben“ der Publikationen „Der Spiegel“ und „Manager Magazin“ auf Basis von über 10 000 Teilnehmern.

beu/ina HAMBURG/FRANKFURT/M. Wer Ersparnisse anlegt, will vor allem für Notfälle vorsorgen, seinen Lebensstandard aufrecht erhalten und sich langfristig absichern. Die ideale Geldanlage sollte nach Ansicht der Befragten langfristig eine gute Rendite bringen, risikolos sein, nicht durch Inflation entwertet werden und einen konstanten Wertzuwachs aufweisen. Dies ist der Wunsch, die Realität sieht anders aus.

Knapp die Hälfte der Befragten – und damit fast genauso viele wie bei der letzten Umfrage im Jahr 2000 – plädiert für Grundstücke und Immobilien als derzeit vorteilhafte Geldanlage. Die Attraktivität der Kapitallebensversicherung hingegen ist den Ergebnisse zufolge leicht gesunken, nach 35 Prozent vor vier Jahren nennen sie nur noch 31 Prozent als vorteilhaft. Dafür erleben der Bausparvertrag mit 26 (17) Prozent Zustimmung und das Sparbuch mit 19 (16) Prozent eine Renaissance. Die private Rentenversicherung halten unverändert 21 Prozent für eine vorteilhafte Anlage.

Die Studienergebnisse belegen, wie stark bei der Altersvorsorge Erkenntnis und Umsetzung auseinander klaffen. Neun von zehn Befragten sind überzeugt, dass sie so früh wie möglich und zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung vorsorgen müssen, um im Alter gut versorgt zu sein. Trotzdem besitzt mehr als ein Drittel überhaupt keine Anlagen zur Altersvorsorge.

Die Aktie halten nur noch sechs Prozent für eine vorteilhafte Anlage. Im Jahr 2000 hatte mehr als ein Viertel der Befragten für sie gestimmt. Dafür dominieren die Aktien bei den derzeit „weniger vorteilhaften“ Geldanlagen, mit satten 41 (14) Prozent. Beliebter wurde dafür das Sparbuch, das 60 Prozent der Deutschen besitzen. Nur noch jeder Dritte betrachtet es als weniger vorteilhafte Anlageform, im Jahr 2000 hatte jeder Zweite sich dagegen ausgesprochen.

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