Unfairer Technik-Vorteil
New York will Hochgeschwindigkeitshändler bremsen

Die New Yorker Behörden wollen gegen Hochgeschwindigkeitshändler schärfer vorgehen, deren Transaktionen bislang nicht eingedämmt wurden. Der ultraschnelle Computerhandel ist verantwortlich für heftige Kursschwankungen.
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New YorkDie New Yorker Behörden verschärfen ihr Vorgehen gegen Hochgeschwindigkeitshändler. Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman wirft den US-Börsen und anderen Handelsplätzen vor, diesen Anlegern einen unfairen Technik-Vorteil einzuräumen. Denn ihnen werde ein schnellerer Zugang zu Preisdaten, Auftragsvolumen und anderen Informationen über Handels-Transaktionen geboten als anderen Händlern. „Statt die größten Bedrohungen durch Hochgeschwindigkeitshändler einzudämmen, sind unsere Märkte heute so aufgebaut, dass sie diese immer stärker umsorgen“, sagte Schneiderman laut Auszügen aus einem Redemanuskript am Dienstag. Insidern zufolge nahm er bereits Gespräche darüber mit Börsenbetreibern auf. Die New York Stock Exchange wollte sich nicht dazu äußern. Von der Technologiebörse Nasdaq war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Hochgeschwindigkeitshändler versuchen mit Computerprogrammen, innerhalb von Sekundenbruchteilen schon geringe Preisunterschiede etwa bei Aktien oder Währungen zu nutzen. Aufsichtsbehörden nehmen weltweit seit einigen Jahren diesen Markt verschärft in den Blick. Der ultraschnelle Computerhandel wird für heftige Kursschwankungen verantwortlich gemacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Unfairer Technik-Vorteil: New York will Hochgeschwindigkeitshändler bremsen"

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  • Der Markt funktioniert auch ohne HFH ganz gut. HFH dient der Gewinnmaximierung auf Kosten der Chancengleichheit am Markt. Wer will schon seinen Wochenendeinkauf beim Discounter gegen einen Roboter antreten müssen?

  • Es genügt, eingehende Aufträge mit einer zufällig erzeugten Verzögerung von 0.5 bis 5 sek. zu bearbeiten. Dann ist der Spuk vorbei.

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