US-Aktienmarkt Keine Schnäppchen mehr im S&P 500

Nichts ist derzeit am US-Aktienmarkt so günstig zu haben wie Bankaktien. Allein: Wirklich günstig ist die billigste Branche – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – auch nicht mehr. Am Stock-Picking führt kein Weg vorbei.
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„Wirklich günstige Aktien gibt es nicht mehr“. Quelle: dapd
Händler an der Wall Street

„Wirklich günstige Aktien gibt es nicht mehr“.

(Foto: dapd)

New YorkSelten zuvor war es so teuer, niedrig bewertete US-Aktien zu kaufen. Im Standard & Poor's 500 Index sind die Banken gerade zur preiswertesten Branche geworden. Doch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von im Median 17,6 auf Basis der Ergebnisse der letzten zwölf Monate ist das keineswegs ein Schnäppchen. Nur einmal wies die günstigste Branche ein höheres KGV auf. Das zeigt eine Datensammlung über 25 Jahre von Bloomberg und der Leuthold Group.

Der Mangel an preiswerten Aktien – die Energiebranche erholt sich nach der jüngsten Ölpreisrally gerade von ihrem 27-Prozent-Kurseinbruch – ist eine weitere Herausforderung für die Investoren, nachdem die seit sechs Jahren andauernde Rally den Marktwert der Aktien im S&P 500 um 17 Billionen Dollar nach oben getrieben hat.

„Investoren werden in den Aktienmarkt gezogen obwohl sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, denn es gibt wirklich keine bessere Option – auch wenn die Bewertungen nicht günstig sind,” sagt Tom Mangan, Vermögensverwalter bei James Investment Research in Xenia, Ohio. „Investoren müssen unterbewertete Aktien einzeln heraussuchen, nicht nach Sektor.”

Die allgemeine Bewertung im S&P 500 liegt gleichwohl nicht weit über dem historischen Durchschnitt: mit 18,8 befindet sich das KGV rund 2,4 Punkte über dem Zehn-Jahres-Mittel und 38 Prozent unter dem Rekordwert aus dem Jahr 1999. Unter der Oberfläche lässt sich ein Bewertungsmuster aufzeigen, das auf die Breite des „Bullenmarktes” verweist. Da nur so wenige Aktien seit 2009 dem Markt hinterherhinken, ist so gut wie nichts mehr preiswert.

„Wir sehen bei den Aktien jetzt Gemeinsamkeiten, insbesondere bei jenen in den Sektoren mit den niedrigsten Bewertungen”, sagt David Kahn, Managing Director bei Convergent Wealth Advisors in Los Angeles. „Insbesondere sie profitieren tendenziell weniger von einem Niedrigzinsumfeld.”

Banken wurden im März zur billigsten Branche. Erst kürzlich sind sie mit der Erwartung auf Zinserhöhungen in den USA in der Gunst der Investoren wieder aufgestiegen: In vier der letzten fünf Wochen haben die Bankaktien zugelegt.

„Höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse jagen keine Angst ein“
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1 Kommentar zu "US-Aktienmarkt: Keine Schnäppchen mehr im S&P 500"

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  • "Keine Schnäppchen mehr..."

    Dann kommt doch in den Schattenmarkt....immer abends NACH Xetraschluss....Schnäppchen in ausgesuchten Calls ohen risiko möglich...es ist so einfach

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