US-Bankaktien
Der größte Kursanstieg seit 16 Jahren

Die Aktien von US-Finanzkonzernen stiegen 2013 um durchschnittlich 35 Prozent. Die Notierungen von Wertpapierhäusern und Vermögensverwaltern legten sogar um 49 Prozent zu. Aber es ist fraglich, ob die Rally anhält.
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New YorkNach langer Krise eilen Bankaktien an der Wallstreet von Rekord zu Rekord. So stieg der KBW Bank Index, der die Entwicklung von 24 Titeln des Segments nachbildet, 2013 um 35 Prozent. Das ist das größte Plus in 16 Jahren. Der Standard & Poor's 500 Capital Markets Index, der Titel von 13 Wertpapierhäuser und Vermögensverwaltern spiegelt, schnellte 2013 sogar um 49 Prozent nach oben. So stark konnte der Index noch nie innerhalb nur eines einzigen Jahres zulegen.

Die Kursrally, die im Oktober 2011 begann, war ein Segen für Händler und Fusionsberater bei Banken, die nach der Finanzkrise ihre Bonuszahlungen neu strukturiert hatten. So wurde etwa bei Morgan Stanley der Anteil verzögerter Aktienzuweisungen erhöht, um Anreize für das Eingehen übergroßer Risiken zu reduzieren.

Doch die Kursgewinne bei den Aktien dürften sich verlangsamen, glauben Beobachter. So gehen von Bloomberg News befragte Analysten davon aus, das diese Aktien in 2014 durchschnittlich um rund 0,2 Prozent nachgeben werden.

Die Gründe: Zum einen befinden sich die Bewertungen in der Nähe oder sogar oberhalb historischer Niveaus. Zum anderen steht die US-Notenbank Federal Reserve davor, eine Politik aufzugeben, mit der Zinssätze künstlich niedrig gehalten wurden. Die Geldpolitik wurde zum Treiber für die Aktienkurse.

Die Fed wird ihre monatlichen Anleihekäufe im Volumen von bislang 85 Milliarden Dollar ab diesen Monat auf dann nur noch 75 Milliarden Dollar senken. Ihren Angaben zufolge schrumpft der Erwerb von Hypotheken-Papieren auf 35 Milliarden Dollar und der von US-Bundesanleihen auf 40 Milliarden Dollar. Der Leitzins wird vorerst weiter nahe null Prozent gehalten.

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