US-Konjunktur
Hoffnungsschimmer für amerikanische Wirtschaft

Der US-Arbeitsmarkt zeigt erste Anzeichen einer Besserung. Der Konsum zieht an und US-Konzerne können starke Bilanzen vorlegen. Es gibt wieder Hoffnung für Amerikas Konjunktur.
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In Amerika wächst die Hoffnung auf ein Ende der Jahre des mickrigen Wachstums. Sinkende Arbeitslosenzahlen haben zumindest so viel Zuversicht geweckt, dass die Amerikaner sich wieder neue Autos kaufen und ihre Kreditkarten belasten, als habe es keine Finanzkrise gegeben. Weil der Konsum rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung ausmacht, könnte die neue Kauffreude das Wachstum ankurbeln und somit neue Arbeitsplätze schaffen, so die Hoffnung von Volkswirten. „Es gibt einleuchtende Gründe anzunehmen, dass wir endlich den Punkt erreicht haben, an dem die Entstehung neuer Jobs in eine sich selbst verstärkende Aufwärtsspirale mündet“, so Joe LaVorgna, Chefvolkswirt der Deutschen Bank für die USA.

Diese Hoffnung treibt auch die Börse – sowohl in den USA als auch in Deutschland. Schließlich bedeutet mehr Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt einen Schub für die Weltkonjunktur und erhöhte Exportchancen für die deutsche Wirtschaft.

LaVorgna rechnet für 2012 mit einem Wachstum der US-Wirtschaft von etwas mehr als drei Prozent. Grund für die sich bessernde Stimmung ist der Rückgang der Arbeitslosenrate von 9,1 Prozent im vergangenen Sommer auf 8,3 Prozent im Januar. Weil in den vergangenen Monaten regelmäßig mehr als 200 000 neue Stellen geschaffen wurden, rechnen Experten mit einem weiteren Rückgang der Quote in den kommenden Quartalen.

Die zunehmende Nachfrage schlägt sich bereits in den Bilanzen der Unternehmen nieder. Die wiedererwachte Lust der Amerikaner auf große Autos etwa hat General Motors 2011 einen Rekordgewinn von 7,6 Milliarden Dollar beschert. Zur Erinnerung: Der Detroiter Konzern war 2008/09 in die Insolvenz gegangen und konnte nur durch staatliche Milliardenhilfen wiederauferstehen. Und natürlich sind die Umsatzsprünge von Firmen wie Apple und Amazon nur möglich, weil die Konsumenten wieder Geld ausgeben. Selbst klassische Einzelhändler wie Wal-Mart und die Baumarktkette Home Depot verzeichnen steigende Umsätze und Ergebnisse.

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Gewinne wachsen branchenübergreifend

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