US-Wahl und die Börse: Politik ist kein guter Ratgeber für Aktienanleger

US-Wahl und die Börse
Crash-Gefahr Trump, Rally-Garantie Clinton?

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Politik ist kein guter Ratgeber für Aktienanleger

„Wer über ein mittel- oder langfristiges Investment am US-Aktienmarkt nachdenkt, sollte seine Entscheidung nicht vom Ausgang der Präsidentschaftswahl abhängig machen“, sagt Philipp Finter, Leiter Research Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim und Co-Autor der Studie. „Dafür spielen andere Faktoren für die Entwicklung der Aktienkurse eine zu dominante Rolle wie beispielsweise Finanzmarktschocks, Veränderungen bei Produktivität oder Rohstoffpreisen sowie das internationale Umfeld.“

Zwar waren unter demokratischen US-Präsidenten überdurchschnittliche Renditen zu verzeichnen und der S&P 500 kletterte im Jahresdurchschnitt um 10,7 Prozent. Zum Vergleich: Unter Republikanern stieg der breite Markt um lediglich 4,8 Prozent. „Das liegt aber nicht zuletzt am Pech der republikanischen Amtsinhaber, in deren Regierungszeit viele große Krisen fielen“, urteilt Finter.

Als Beispiele nennt er die erste Ölkrise unter den Präsidenten Nixon und Ford, das Platzen der Dot.com-Blase, die Anschläge vom 11. September 2001 sowie die Subprime-Finanzkrise (alles unter George W. Bush). Bereinige man die Betrachtung um Krisen-Zeiträume, verringere sich der Vorsprung unter Demokraten auf rund einen Prozentpunkt.

Demokratische Präsidenten profitierten häufig von einem vorteilhaften geldpolitischen und makroökonomischen Umfeld: Die Geldpolitik war tendenziell lockerer als unter republikanischer Präsidentschaft, die Inflation niedrig und Konjunkturbarometer wie der Stimmungsindikator ISM standen auf vergleichsweise hohen Niveaus. Ein demokratischer Präsident, Bill Clinton, profitierte zudem von der Blasenbildung rund um die New Economy mit durchschnittlichen Kursgewinnen von 19 Prozent im Jahr. „Das war schlichtweg Zufall“, urteilen die Studienautoren.

Doch wie sollten Investoren angesichts dieser Gemengelage positionieren? „Politik ist kein guter Ratgeber für Aktienanleger“, sagt Anlageexperte Albert. Sein Tipp: „Richten Sie Ihr Depot so aus, als gäbe es gar keine US-Wahl.“ Verbraucherschützer Nauhauser rät Anlegern, ihr Geld weltweit breit gestreut anzulegen. Das minimiere auch den Einfluss politischer Risiken auf ihr Vermögen. Sie könnten politischen Einflüssen daher relativ gelassen gegenüber stehen. Egal, wer die Wahl gewinnt.

Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse

Kommentare zu " US-Wahl und die Börse: Crash-Gefahr Trump, Rally-Garantie Clinton?"

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  • @Thomas Behrends
    Es ist schon erstaunlich wie Sie über andere Länder/Bürger urteilen...

    Trump ist, wie so Viele in den USA, ein Gaukler, Lügner und Betrüger !!!

    ...in diesen Satz beleidigen Sie nicht nur den Kandidaten Trump sondern auch gleich die gesamte US Wählerschaft.
    Diesen Satz sollte mal die Hillary sagen....vielleicht entspricht es auch deren Vorstellungen über das US Wählervolk.....mann oh mann...Sie tun mir nicht einmal mehr leid.
    Danke!

  • Wie verlogen die ganzen medialen Artikel rund um den BREXIT und das britische Pfund sind, erkennt man daran, dass man uns seit Jahren erzählt wie gut eine Weichwährung Namens Euro für unsere Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze ist. Bei den Briten ist nun plötzlich alles anders. In Bezug auf Inflation, Zinsniveau und Arbeitslosigkeit gehört die britische Wirtschaft zu den stärksten Europas. Die Briten exportierten in 2015 für 442.00 Billionen US$ (Stand 11.2015). Als Exportland profitieren die Briten doch von einem schwachen Pfund, ebenso steigt die Wettbewerbsfähigkeit und die Jobangebote. So wurde es uns d0och im Euro doch jahrelang erzählt, eine schewache Währung ist super für eine Exportnation, sie schafft neue Arbeitsplätze und lässt unsere Produkte im Ausland billig verkaufen. Jetzt plötzlich soll der BREXIT und der Kusrverfall des Pfunds der Untergang des Vereinigten Königreichs bedeuten? Ich lach mich tot. Genau das Gegenteil wird passieren, die Briten wqerden genau wie die Schweizer massiv davon profitieren, nicht mehr an den Euro angekoppelt zu sein. Klar wollen die Brüssler Technokraten nicht, dass der BREXIT ein Erfolgsmodell wird, weil nämlich dann noch weitere EU-Staaten erkennen würden, dass es für sie lohnender ist, aus dem Euro und der EU auszutreten. Wir werden nach Strich und Faden belogen, gerade so, wie man es aktuell benötigt. Jetzt wo endlich mal wieder die Löhne steigen, wird von den Ökonomen und den Wirtschaftsverbänden sofor wieder unsere angeblich fehlende Produktivitätssteigerung in Frage gestellt. Man erinnere sich an den Mindestlohn, welche Medienkampagnen dagegen gefahren wurden. wie vor Arbeitsplatzverlusten und einem Millionenheer neuer Arbeitsloser gedroht wurde. Und jetzt, nachdem der Mindestlohn eingeführt wurde, ist genau das Gegenteil davon passiert. Viele Unternehmen suchen Mitarbeiter und können Stellen nicht besetzen.

  • Hallo Thomas,

    nun ja, ich habe halt mit den Medien und ihren Lohnschreibern fertig.
    Ich wollte es hier nur nochmals erwähnt haben, damit es zur Kenntnis genommen wird.
    Letztlich können wir uns hier einen Wolf posten, es nützt nichts, weil die Ignoranz dominiert und die Einsicht und der gesunde Menschenverstand fehlt. Mit Ideologen. Systemgewinnern und Technokratie und Eurofanatiker kann man eben nicht auf Augenhöhe diskutieren, weil Sie immer ein Todschlagargument gegen mögliche Alternativen vorbringen können. Ein einmal eingeschlagener zudem falscher Weg ist unumkehrbar und alternativlos. Egal ob Globalisierung, Euroeinführung, Bankenrettung, usw.. Wenn man immer wieder die gleichen Fehler macht, erhält man eben immer wieder dasselbe Endergebnis. Schade das Politik, Wirtschaft und Medien anscheinend nicht in der Lage sind, selbstkritisch die Fehler der Vergangenheit zu benennen und für die Zukunft nachhaltige und gesellschaftskonforme Gegenmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Kein Aktionismus sondern nachhaltige funktionsfähige Gesellschaftsmodelle, die den Menschen und nicht nur dem Kapital zugute kommen. Ich hoffe, dass ich dies noch erleben werde. Viele Grüße in den hohen Norden!

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