US-Wertpapieraufsicht
SEC will Anlegerschutz verbessern

Der Vorsitzende der US-Wertpapieraufsicht SEC, Christopher Cox, plädiert für mehr Klarheit bei den Veröffentlichungspflichten für Anleger.

NEW YORK. Informationen wie die Gesamtvergütung von Vorständen oder die Gebühren- und Kostenstruktur von Publikumsfonds seien notwendig, um die „Wertpapieranlage vom Roulette zu unterscheiden“, sagte Cox vor dem Economic Club of New York.

Als Cox im August den Vorsitz der US-Börsenaufsicht übernahm, hatte er sich zum Ziel gesetzt, dass SEC-Dokumente aus dem „Juristen-Kauderwelsch“ in verständliche Sprache übersetzt werden. Außerdem forderte er die internetbasierte Recherche für Unterlagen, die bei der SEC eingereicht werden müssen, die vollständige Offenlegung der Vergütung von Vorständen sowie der Kosten- und Gebührenstruktur von Publikumsfonds.

„Was wir vermeiden wollen, sind Vorschriften, die so komplex sind, dass sie tatsächlich die Verschleierung jenes Fehlverhaltens fördern, das wir zu verhindern versuchen“, sagte Cox. Bereits im kommenden Monat will die SEC Richtlinien vorlegen, die bei den versteckten Bezügen von Vorständen Licht ins Dunkel bringen sollen. So sollen Unternehmen alle Bezüge, Bonuszahlungen, Aktienbeteiligungen, Aktienoptionen und sonstige Leistungen von Vorständen in Summe ausweisen.

Cox betonte, die SEC beabsichtige nicht, sich in Gehaltsverhandlungen einzumischen. Diese hingen von Angebot und Nachfrage im Markt ab. Vielmehr verlange die SEC einen korrekten Einblick in die Gesamtvergütung, der den Investoren helfe und Angestellten als Information diene. „Es ist absurd, dass die Eigentümer eines Unternehmens nicht uneingeschränkt darüber informiert sein sollen, wie viel Gehalt sie ihren Angestellten zahlen“, sagte Cox.

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