Verhaltensforscher sehen Zusammenhang zwischen Sonnenschein und Renditen
Wie das Wetter die Börse beeinflusst

Der Sommer ist bei den Börsianern nicht gerade beliebt. Denn bis auf wenige Ausnahmen – wie im vergangenen Jahr – stagnieren in den heißen Monaten die Kurse meist. Schuld daran ist offenbar aber nicht das gute Wetter. Denn wie Verhaltensforscher herausgefunden haben, gibt strahlender Sonnenschein manchen Börsen sogar frischen Schub.

DÜSSELDORF. Bereits vor rund zehn Jahren hat Edward Saunders, Professor an der University of Massachusetts in Boston, einen Zusammenhang zwischen der Bewölkung am New Yorker Himmel und den Kursentwicklungen an den Börsen der US-Metropole festgestellt. Je ungetrübter die Sicht über Manhattan, desto höher die Rendite, lautete sein klares Urteil.

Wie in den anderen Forschungsgebieten der Behavioral Finance verweisen die Forscher zur Erklärung auf die Psychologie. Anleger handeln nicht rational, sondern lassen sich bei ihren Entscheidungen von Gefühlen und Stimmungen leiten, so die Theorie.

„Dass Wetter die Menschen beeinflusst, ist alles andere als neu“, bestätigt Klaus Bucher vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg. Sonnenentzug schlage deutlich auf die Stimmung und könne langfristig sogar zu Depressionen führen, sagt der Meteorologe. Gutes Wetter hingegen setze Glückshormone frei.

Davor können sich auch Analysten, Aktienhändler und Aktionäre nicht verschließen. Gutes Wetter, hohe Temperaturen und kräftiger Sonnenschein schüren Optimismus. Dadurch steigt demnach auch die Kauflaune, und die Kurse legen zu.

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