Vermögensaufbau
Fallstricke beim Zinseszinseffekt

Das eingesetzte Kapital kann sich zwar dank des Zinseszinseffektes bei langen Laufzeiten vervielfachen. Doch Achtung: Es gibt einige Fallstricke, die den Effekt zunichte machen können.

Fallstricke:

Realistisch sein: Planen Sie möglichst realistische Renditen ein. Einerseits darf der Zinssatz nicht zu niedrig sein, sonst bleibt nach Abzug von Steuern und der Inflationsrate nicht mehr allzu viel übrig. Andererseits ist es riskant, zu hoch zu pokern. Denn je höher der Zinssatz veranschlagt wird, desto mehr Risiken muss der Anleger dafür schließlich auch eingehen. Renditen von sechs oder sieben Prozent und mehr lassen sich üblicherweise nur mit deutlich riskanteren Unternehmens-, Auslandsanleihen, Zertifikaten oder aber mit Aktienanlagen erreichen. Wenn es schlecht läuft, ist das eingesetzte Geld bei spekulativen Anlagen futsch.

Hart bleiben: Widerstehen Sie der Versuchung, für kurzfristige Anschaffungen immer wieder einen Teil der ersparten Zinsen vom Sparbuch abzuheben und auszugeben, denn damit zerstören Sie den Vorteil, der sich aus der Langfristigkeit ihrer Anlage ergibt, und der Zinseszinseffekt kann nicht richtig wirken.

Gut informieren: Anleger sollten bei jedem Sparplan-Angebot bei ihrem jeweiligen Berater genau nachfragen, ob die Bank die versprochenen Zinsen auch garantiert, empfiehlt Finanzberater Max Herbst von der FMH Finanzberatung. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob es sich um garantierte Zinsen oder nur um Erfahrungswerte handelt, die die Bank lediglich hochgerechnet hat und die sich dann während der Laufzeit des Sparplans noch mehrmals ändern können.

Online-Werkzeuge helfen bei Berechnung:

Kaum ein Sparer hat ein Gefühl dafür, wie sich der Zinseszinseffekt bei seiner langfristigen Geldanlage auswirkt. Damit sich Anleger ganz einfach trotzdem einen Überblick darüber verschaffen können, wie viel Kapital sie ansparen können, wenn sie beispielsweise 20 Jahre lang jeden Monat 200 Euro oder 30 Jahre lang 150 Euro einzahlen, stehen ihnen im Internet eine Reihe von Renditerechnern zur Verfügung. Sie helfen bei der Berechnung und Planung des zu erwartenden Zinseszinseffektes. Darüber hinaus rechnen sie verschiedene Anlagemodelle durch, so dass der Sparer aus vielen Möglichkeiten die für ihn maßgeschneiderte Finanzierungsart wählen kann. Zu finden sind sie beispielsweise unter www.fmh.de/pages/toolsundrechner/rendite/index.shtml oder www.zinsen-berechnen.de.

Die Bedienung ist einfach: Investoren können in eine Maske ihre individuellen monatlichen Sparraten eintragen, diese variieren und den Zinseszinseffekt für verschiedene Zinssätze durchspielen lassen. Der Online-Rechner berechnet sowohl das dann entstehende Endkapital als auch ausgehend vom gewünschten Endbetrag das dafür notwendige Anfangskapital.

Einziger Haken:

Die Online-Werkzeuge berücksichtigen nicht die Inflation. „Gegen die Inflation können Sie sich nicht schützen“, sagt Finanzprofessor Jürgen Steiner von der Universität Passau. „Aber Sie können dafür sorgen, dass Sie eine seriöse Anlageart wählen und damit ein solides Zinslevel beibehalten.“

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