Vermögensverwalter
Asset-Manager zu verkaufen

Die Finanzhäuser suchen in der Krise nach neuen Geldquellen und stellen ihre Vermögensverwalter zur Disposition. Der Verkaufsdruck wird vor allem in den USA und Europa steigen. Das zeigen auch die jüngsten Spekulationen an den Märkten.

FRANKFURT. Im zweiten Halbjahr werden immer mehr Vermögensverwaltungsgesellschaften zum Verkauf stehen. "Die Kreditkrise ist der Treiber", sagt Benjamin Phillips, Partner bei der spezialisierten US-Beratungsfirma Casey, Quirk & Associates. "Banken in USA und in Europa sind potenzielle Verkäufer, weil sie unter Kapitaldruck stehen und schnell Geld beschaffen müssen", sagt der Experte aus New York.

"Die Ereignisse an den Kreditmärkten werden wegen der steigenden Kapitalnot die Verkaufsaktivitäten beschleunigen, denn Asset-Management ist nicht das Kerngeschäft der Banken", unterstreicht auch Kevin Pakenham, Geschäftsführer der Londoner Niederlassung der amerikanischen Beratungsfirma Putnam Lovell.

Putnam Lovell veröffentlichte seine globale Bilanz für das erste Halbjahr. Danach erwarben Käufer mit insgesamt 10,6 Mrd. Dollar Anteile an 104 Verwaltern, wobei 909 Mrd. Dollar involviert waren. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es 115 Deals für 36,9 Mrd. Dollar mit einem Volumen von 1,23 Bill. Dollar.

Verkaufsdruck erwarten Pakenham und Phillips vor allem in den USA und Europa. Die jüngsten Spekulationen an den Märkten unterfüttern ihre Prognosen. In Amerika könnten Lehman Brothers und Wachovia sich zum Verkauf ihres Anlagegeschäftes veranlasst sehen. US-Adressen wie National City und Fifth Third Bank werden ebenfalls genannt. "Auch europäische Banken werden stärker darüber nachdenken", erwartet Pakenham.

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