Vermögensverwalter
Wer am meisten aus dem Geld macht

Die Kunst, mit Geld umzugehen, beherrschen nur wenige. Wir zeigen, welchen Vermögensverwaltern das im vergangenen Jahr am besten gelungen ist - und wie die Strategie der Profis für die Zukunft aussieht.
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DüsseldorfManchmal ist Vorsicht angebracht. Dann, wenn die Euphorie am größten ist. Manchmal ist an der Börse jedoch genau das Gegenteil gefragt. Im vergangenen Jahr erreichte die Euro-Krise ihren Höhepunkt. Der Zusammenbruch der Währungsunion schien für viele Beobachter schon besiegelt. Die meisten Anleger hielten ihr Geld zusammen. Nur wer mutig war, wurde belohnt.

So wie die Privatbank Hauck & Aufhäuser. Mit einer angriffslustigen Strategie bescherte sie ihren Kunden ein Plus von mehr als 20 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten – so viel wie kein anderer Vermögensverwalter aus dem deutschsprachigen Raum. „Wir waren immer voll in Aktien investiert“, sagt Burkhard Allgeier von Hauck & Aufhäuser. „Wir haben sehr stark auf zyklische Aktien gesetzt, etwa aus den Bereichen Automobil und Chemie. Aktien der Energieversorger oder der Telekombranche haben wir außen vor gelassen.“

Damit erreichte die Privatbank  den ersten Platz in der Risikoklasse „dynamisch“, wie eine Untersuchung des Datenanbieters Firstfive belegt. Darin wurden mehr als 250 Depots von 80 Geldprofis untersucht, darunter die großen unabhängigen Vermögensverwalter (etwa Jens Ehrhardt, Flossbach von Storch), die Privatbanken (Sal. Oppenheim, MM Warburg) sowie die großen Banken (Deutsche Bank, Commerzbank).

Im Rückspiegel betrachtet waren die vergangenen zwölf Monate eine fantastische Zeit für Anleger – sofern sie von Beginn an investiert waren. Nicht ganz unschuldig daran dürften die Zentralbanken gewesen sein. Sie versprachen, so viel Geld bereitzustellen, bis die Krise eines Tages überwunden sein wird. Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), erklärte, er werde alles tun, um den Euro zu retten. Damit vertrieb er die Angst vor dem Zusammenbruch der Währungsunion. Fast genau ein Jahr ist das jetzt her.

Wer damals Aktien gekauft hat, machte ein gutes Geschäft. Der Dax legte mehr als 1500 Punkte zu, im Mai erreichte er ein Allzeithoch bei 8557,9 Punkten. Seitdem geht es mit den Kursen allerdings nicht weiter nach oben. Wird es Zeit, wieder vorsichtiger zu werden? „Wir halten bis auf weiteres an unserer Strategie fest“, sagt Allgeier. „Allerdings beobachten wir die Lage im Moment sehr genau. Sollte die konjunkturelle Dynamik weiter nachlassen, müssten wir handeln.“

Kommentare zu " Vermögensverwalter: Wer am meisten aus dem Geld macht"

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  • Kommt auf den/die Ehepartner(in) an:-)

    Kann mich da nicht beklagen. Auch, was den Vermögenszuwachs angeht.

  • BRAVO! ,,,,,,,,und Brumm Brumm Autos - Verlust garantiert.

    Rigan - München

  • alles schon mal wesentlich besser, als das, worin die Deutschen wirklich ihr Geld anlegen:

    ruinöse Ehen
    Festgeld
    Lebensversicherungen
    Bausparverträge

    allesamt Minusgeschäfte

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