Versicherer: Die Zeit der Vier-Prozent-Renditen ist vorbei

Versicherer
Die Zeit der Vier-Prozent-Renditen ist vorbei

Die Finanzmärkte sind unberechenbar geworden. Verzinsliche Anlagen, die einst als sicher galten, sind es schon lange nicht mehr. Das trifft vor allem die Versicherer. Deren Aufseher schlagen deshalb Alarm.
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New YorkDie niedrigen Zinsen und instabilen Finanzmärkte könnten nach Einschätzung der Europäischen Versicherungsaufsichtsbehörde die europäischen Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds in Schwierigkeiten bringen.
“Schwache Konjunkturaussichten, wachsende wirtschaftliche Ungleichgewichte und ein wahrscheinlich langfristig niedriges Zinsumfeld führen zu einem negativen mittelfristigen Ausblick für die finanzielle Gesundheit des europäischen Sektors für Versicherungen und betriebliche Altersvorsorge”, schrieb die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) in Frankfurt.

Für Europas Versicherungskonzerne, darunter Schwergewichte wie Allianz, Axa, Prudential und Assicurazioni Generali, wird die Lage schwieriger, da die niedrigen Zinsen weltweit die Anlageerträge schmälern. Insbesondere Lebensversicherer, die eine Mindestgarantieverzinsung bieten, die über der Rendite von Staatsanleihen mit einem erstklassigen Rating liegt, leiden unter schwankenden Anlageerträgen.

“Trotz der jüngsten positiven Entwicklungen bei Finanzmarktpreisen, der Maßnahmen der Europäischen Zentralbank und koordinierter politischer Initiativen bleiben die Risiken für die Finanzstabilität hoch”, heißt es in dem Bericht weiter.

Eine Untersuchung der EIOPA zu den Pensionsfonds habe eine “beunruhigende” Verschlechterung der Finanzierungslage gezeigt, insbesondere bei größeren Versorgungssystemen mit garantierten Leistungen wie etwa in Großbritannien und den Niederlanden. Ein Schlüsselfaktor dabei seien die niedrigen Renditen.
Mit Blick auf die längerfristige Entwicklung werde sich auch die längere Lebensdauer der Pensionäre negativ auf die künftige Finanzlage auswirken, schreibt die EIOPA.

 


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  • Faktenorientierte Berichterstattung über Schwierigkeiten mancher LVs kann man nicht als Bashing bezeichnen.
    Ausser man ist bei immer dünner werdenden Margen mit dem Geld des Anleger nicht verantwortungsvoll umgegangen. Ich glaube jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Grundsätzlich gesehen würde ich in der heutigen Zeit keine Kapital LV mehr abschließen. Die Zeiten für langfristige Anlagen auf Papiergeldnotierung sind sehr ungewiss.
    Zurückblickend war der Abschluß einer LV ein Fehler. Trotzdem ich damals bei einem renomierten Versicherer abschloß, weil viele Versicherer fusionierten, übernommen wurden etc.
    Ein sorgfältiger Umgang mit den Prämien wurde oft nachrangig behandelt.

    Schönen Tag noch.

  • Ach so, wegen Sparbuch: Nein, das stimmt nicht. Wenn Kobntoführungsgebühren für das Sparbuch-, Festgeld- oder Tagesgeldkonto anfallen (machen relativ wenige Anbieter), werden diese auch nicht von der ausgewiesenen Verzinsung abgezogen. Auch ist dies beim Bausparen genauso. Evtl. Verwaltungskosten pro Bausparkonto werden auch nicht von der ausgewiesenen Verzinsung abgezogen. Was Sie hier erzählen ist ausnahmslos falsch.

  • Wie bitte? Bei Indexfonds werden die Kosten vorher abgezogen? Das wäre mir sehr neu. Die TER, egal ob ETF oder aktiv gemanagter Fonds, wird nie von der ausgewiesenen Performance abgezogen. Angaben zu Fonds sind immer vor TER (=Kosten eines Fonds).

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