Versicherer in der Hurrikan-Saison
Starke Gewinne bei schwachen Stürmen

Die neue Hurrikansaison in den USA könnte glimpflicher verlaufen als befürchtet. Das rückt die Aktien der Versicherer in ein ganz neues Licht.

Alberto, der erste Tropensturm 2006, erreichte die Küste Floridas schon vor einigen Wochen und damit früher als erwartet. Aber: Alberto verursachte zwar lokale Fluten, den Erwartungen an einen ausgewachsenen Hurrikan wurde er jedoch nicht gerecht. Für Anleger wirft die rasche Abschwächung des gefürchteten Wirbelsturms eine interessante Frage auf: Was, wenn Alberto das Muster für die Hurrikansaison 2006 vorgibt - viel heißer Wind und weniger Schaden als erwartet?

Nach zwei Jahren mit Schadensersatzansprüchen in Rekordhöhe, verursacht durch Hurrikane wie Katrina und Dennis, gestatteten die US-Aufsichtsbehörden den Sach- und Schadensversicherungen sowie den Rückversicherungen eine stattliche Anhebung ihrer Prämien. Hausbesitzer und Geschäftsleute entlang des Golfs von Mexiko und der US-Ostküste müssen zum Teil mehr als das Doppelte berappen, um sich weiter vor Sturmschäden zu schützen.

Aber wenn sich die Prognosen der Meteorologen für 2006 als zu pessimistisch erweisen sollten, können die Versicherungen mit kräftigen Einnahmezuwächsen und in der Folge mit einem ebenso kräftigen Anstieg ihrer Aktien rechnen. Nach Ansicht von Branchenanalysten könnte eine milde Hurrikansaison - mit einer Schadensbelastung von rund zehn Milliarden Dollar - die Ertragslage von Erstversicherern um 15 Prozent verbessern. Dies könnte die Aktienkurse in der nahen Zukunft um 10 bis 15 Prozent in die Höhe treiben.

Profitieren würden in diesem Umfeld vor allem die Rückversicherer, die einen wachsenden Anteil des finanziellen Risikos der risikomüden Erstversicherungsbranche übernommen haben. Gewinnsteigerungen um 20 bis 25 Prozent lassen zweistellige Kurssteigerungen bei den Aktien der Rückversicherer erwarten. Natürlich ist das eine riskante Wette. Die Vermögensschäden durch Überflutungen und Wirbelstürme lagen in den vergangenen beiden Jahren weit über dem langjährigen Durchschnitt und konfrontierten die Versicherungen mit Schadensforderungen in nie da gewesenem Ausmaß.

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