Versorger, Ölwerte und Bankaktien versprechen hohe Ausschüttungen: Dividenden: Geldregen in Rekordhöhe

Versorger, Ölwerte und Bankaktien versprechen hohe Ausschüttungen
Dividenden: Geldregen in Rekordhöhe

In gut einem Monat ist es wieder so weit: Am 6. April lädt Daimler-Chrysler als einer der ersten Konzerne aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) seine Aktionäre zur Hauptversammlung und eröffnet damit die heiße Phase der Dividendensaison. Die Vorfreude der Anleger ist groß: Ihnen steht in diesem Jahr ein regelrechter Geldregen bevor.

HB DÜSSELDORF. Denn die Gewinne der Konzerne sind im vergangenen Jahr wieder kräftig gestiegen. Da aber günstige Investitionsobjekte Mangelware sind und die Manager sich die Aktionärspflege auf die Fahnen geschrieben haben, stehen die Chancen auf hohe Ausschüttungen gut.

Im laufenden Jahr wird mehr als die Hälfte aller Dax-Konzerne ihre Dividende erhöhen, erwartet Frank Heise, der bei der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment den Fonds Uni Dividenden-Ass betreut. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwartet bei 22 Dax-Werten eine höhere Ausschüttung, die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) gar bei 24. Insgesamt werden die Dax-Unternehmen bis zu 15 Mrd. Euro ausschütten, schätzen die Aktienexperten.

Und Deutschland ist damit kein Einzelfall. „Im Euro Stoxx 50 dürften 42 Unternehmen ihre Ausschüttung erhöhen“, sagt LBBW-Analyst Frank Schallenberger. Die durchschnittliche Dividenrendite der 50 größten Konzerne der Euro-Zone dürfte bei drei Prozent liegen und damit noch 0,5 Prozentpunkte über dem Wert des Dax.

Wichtig ist auch das Kurspotenzial

Weit oben in der Empfehlungsliste der Strategen stehen auch Aktien aus Großbritannien: „Im europäischen Vergleich liegen britische Unternehmen klar an der Spitze“, sagt Heise. Dort sei eine hohe Dividendenausschüttung für viele Konzerne Pflicht, da die großen Pensionsfonds nur Aktien aufnehmen dürften, die mindestens eine Dividendenrendite von drei Prozent aufweisen.

Unter den 110 Aktien in Heises Portfolio sind britische Titel mit einem Anteil von 26 Prozent auch die stärkste Gruppe. „Vor allem Banken und Finanzdienstleister sind interessant“, sagt der Fondsmanager. Mit nur fünf Prozent nehmen deutsche Aktien in dem Fonds eine eher bescheidene Rolle ein. Für aussichtsreich hält Heise die Titel von Hugo Boss und der Deutschen Telekom. Der Bonner Konzern hat nach zuletzt zwei Nullrunden für 2004 eine Dividende zwischen 56 bis 62 Cents angekündigt.

Für Heise zählt nicht nur die reine Dividendenrendite. „Wichtig ist auch, dass die Aktie weiteres Kurspotenzial verspricht“, sagt er. Ein besonders gutes Beispiel dafür sei die Aktie des britischen Spezialglasherstellers Pilkington, die nicht nur eine Dividendenrendite über vier Prozent, sondern auch enormes Wachstumspotenzial biete.

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