Vier Fragen an: Marc Tüngler
„Die Gefahr der Manipulation bleibt bestehen“

„Online-Communities sind ein gefundenes Fressen für Leute, die Kurse von kleinen, marktengen und oftmals exotischen Werten pushen wollen.“ Marc Tüngler, Geschäftsführer der deutschen Schutzvereinigung für Werpapierbesitz nimmt im Handelsblatt-Interview Stellung zum Erstarken der Finanz-Communities im Internet.

Handelsblatt: Finanz-Communities im Internet gewinnen immer mehr Popularität. Was halten sie davon?

Marc Tüngler: Die Idee, dass sich Anleger austauschen, ist gut. Nur müssen sie wissen, mit wem sie da kommunizieren. Ganz sicher sollte die Information aus einem Chat nicht die einzige Entscheidungsgrundlage für ein Investment sein. Denn was sich im Internet abspielt, ist Information mit angezogener Handbremse.

Was meinen Sie konkret damit?

Die Manipulationsgefahr, von der gesprochen wird, seitdem es Online-Chatrooms für Finanzen gibt, ist weiterhin da. Auch wenn sich in letzter Zeit am äußeren Erscheinungsbild, an Aufmachung und Inhalten einiges verändert hat, so hat sich in diesem Fall noch immer nichts geändert.

Oft wird der Eindruck erweckt, die neuen Communities sind seriöser. Stimmt das?

Klare Antwort: nein.

Haben Sie Beispiele dafür?

Online-Communities sind ein gefundenes Fressen für Leute, die Kurse von kleinen, marktengen und oftmals exotischen Werten, pushen wollen. Zu diesen gibt es oftmals keine oder nur wenige Informationen, so dass Aussagen im Internet hier eine weitaus größere Wirkung haben.

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