Volatilität steht im Mittelpunkt neuer Finanzprodukte
Anleger profitieren von Marktschwankungen

Die Volatilität auf den Märkten beschäftigt viele Anleger. Mit neuen Finanzprodukten können sie direkt in Volatilität investieren und vom Auf und Ab der Märkte profitieren.

Bei der Erklärung von Anlageformen und Finanzprodukten wird oft vom Einfluss der Volatilität, dem so genannten Gradmesser für Unsicherheit, gesprochen. Grundsätzlich sind zwei Formen von Volatilität zu unterscheiden: Historische Volatilität wird errechnet, indem die Standardabweichung der Kurse über einen festen Zeitraum rückwärts gerichtet gemessen wird – sie gibt die Schwankungsintensität einer Aktie oder eines Index in der Vergangenheit an. Implizite Volatilität dagegen spiegelt die erwartete zukünftige Schwankungsbreite wieder, weil diese Erwartung nicht direkt, sondern nur in den Marktpreisen von Optionen und Optionsscheinen beobachtet werden kann.

Der Preis von Call- und Put-Optionen hängt neben Laufzeit und Höhe des Basispreises zum Beispiel auch von der zu erwartenden Schwankungsbreite der zu Grunde liegenden Aktie oder des Index ab. Ist diese hoch, ist auch der Preis einer Option höher. Bei niedriger erwarteter Volatilität ist auch der Preis von Call- und Put-Optionen niedriger. Dabei sind für den Preis einer Option die Erwartungen der Marktteilnehmer entscheidend und nicht historische Schwankungen. Anhand der aktuell besten Verkaufs- und Kaufpreise für Call- und Put-Optionen kann der Marktpreis für Volatilität abgelesen werden.

Ein wesentliches Merkmal impliziter Volatilität gegenüber Aktien oder Aktienindizes ist die so genannte „mean reversion“. Es ist leicht nachvollziehbar, dass die Schwankungsbreite eines Basiswertes nicht beliebig steigen oder fallen kann. Während es für Preise von Aktien durchaus vorstellbar ist, dass ihrem Wert nach oben kaum Grenzen gesetzt sind, so gilt dies für die erwartete Schwankungsbreite dieser Aktien nicht. Ein Volatilitätsniveau für den deutschen Aktienindex (Dax) bei Werten zwischen zehn und 15 ist historisch recht niedrig – ein Anstieg der Volatilität wird als wahrscheinlicher angesehen als ein Verharren oder gar ein weiteres Sinken des Niveaus. Auch nach oben ist Volatilität begrenzt.

Die Volatilität ist abhängig vom Zeitraum, über den sie betrachtet werden soll. So unterscheidet sich die angenommene 30-Tages-Volatilität des Dax von der 6-Monats-Volatilität. Grund ist die Unabhängigkeit der Dax-Bewegungen an verschiedenen Tagen.

Seite 1:

Anleger profitieren von Marktschwankungen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%