Von Oktober bis April wird das meiste Geld verdient
Feiertage lassen die Börsen steigen

Wenn die großen Bankhäuser jetzt eine Minirally zum Jahresende ausrufen und einen Dax-Stand von durchschnittlich 4 205 Punkten vorhersagen, ist die Gefahr eines Fehlalarms gering. Gemessen vom aktuellen Niveau ist das ein Plus von knapp 3,5 Prozent. Fast so viel legt der Dax alljährlich in den letzten siebeneinhalb Wochen zu.

som DÜSSELDORF. Von Oktober bis April werden an der Börse durchschnittlich die größten Kursgewinne erzielt. Das zeigt ein Blick auf alle großen Indizes in der Welt. Lediglich das Ausmaß der Gewinne und Verluste unterscheidet sich. Wer in den vergangenen 40 Jahren auf den Deutschen Aktienindex (Dax) setzte, hat zwischen Oktober und April durchschnittlich acht Prozent in jeder Siebenmonatsphase gewonnen. Hingegen gab es in den übrigen fünf Monaten Jahr für Jahr einen Verlust von 0,7 Prozent. Ähnlich sieht das Bild in den USA aus: Mit Aktien aus dem Dow Jones gewannen Anleger seit den fünfziger Jahren zwischen Mai und September nichts. Zwischen Oktober und April hingegen gab es ein Plus von knapp sechs Prozent.

Die Gründe für die regelmäßige Wiederkehr saisonaler Muster sind vielfältig. Ausschüttungen wie die aus Anleihen gibt es häufig zum Jahreswechsel. Ein Teil des Geldes wandert dann in Aktien. Investmentfonds kaufen oft vor Jahresende, um Anlegern im Rechenschaftsbericht einen hohen Anteil an Gewinnertiteln ausweisen zu können. Außerdem ist zu viel Bargeld bei steigenden Börsen nicht gut für die Performance der Fondsverwalter.

Seite 1:

Feiertage lassen die Börsen steigen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%