Vorjahressieger Deutsche Bank fällt auf Platz 4 zurück
Metzler ist Deutschlands bester Asset Manager

Der unabhängige Fondsmanager Metzler Asset Management ist der deutsche Vermögensverwalter des Jahres. Das Institut wird heute in London von der führenden britischen Wochenzeitung für europäische Wertpapiere und Investment-Banking, Financial News, für seine „hervorragenden Leistungen in der institutionellen Vermögensverwaltung“ ausgezeichnet.

fs LONDON. Metzler verwies Oppenheim Asset Management und Allianz Dresdner Global Investors auf die Plätze. Der Vorjahresgewinner Deutsche Asset Management rutschte auf den vierten Platz ab.

Der Preis wird im dritten Jahr von Financial News ausgerichtet, einem Kooperationspartner des Handelsblatts. Financial News verleiht Preise in 17 Kategorien. Das Gremium der Entscheider setzte sich aus mehr als 50 Vorsorgefondsberatern, Führungskräften und Markthändlern aus ganz Europa zusammen. Nach Angaben der Organisatoren sind die Abstimmungsergebnisse zwischen den ersten drei Gesellschaften sehr knapp. Financial- News-Chefredakteur William Wright lobte die Preisträger, sie würden sich „in einem sehr schwierigen Konkurrenzumfeld“ behaupten.

Die Führungsmannschaft von Metzler zeigte sich über den Preis erfreut. „Die Auszeichnung ist eine weitere Bestätigung eines Trends, den wir aus den Ergebnissen der Feri-Studie entnehmen konnten“, sagte Norbert Enste, persönlich haftender Gesellschafter bei Metzler.

Feri Institutional Management hatte im vergangenen Monat Ergebnisse einer vom Handelsblatt angeregten Umfrage veröffentlicht, wonach deutsche Großanleger zunehmend spezialisierte Asset-Manager bevorzugen. Unter den unabhängigen Fondsverwaltern lag Metzler damals im Portfolio-Management auf dem ersten Platz sowie bei der Kundenbetreuung und der Akquisition auf Rang zwei.

„Die großen Fondsmanager haben einen Skalenvorteil, wir dagegen sind flexibler“, so Enste über die Vorteile seines Fonds. Metzler verfügt über 187 Mandate und kommt auf ein verwaltetes Fondsvolumen von 14,2 Mrd. Euro. Die meisten Kunden aus dem institutionellen Bereich stammen aus der Industrie und von Kreditinstituten.

Einen generellen oder gar internationalen Trend zu unabhängigen Vermögensverwaltern – der sich auch an einem massiven Abfluss der Mittel zeigen würde – erkennen Fondsmanager allerdings nicht. Bei UBS Global Asset Management (GAM), einer Tochter der Schweizer Investmentbank, hat man diesen Trend jedenfalls noch nicht gesehen. „Eine Umschichtung zugunsten der Unabhängigen können wir nicht erkennen“, heißt es bei GAM.

Die Schweizer Spezialisten warnen auch davor, die Ergebnisse von Umfragen überzubewerten. „Es gibt häufig einen kleinen Fonds, der besser ist als die größeren“, sagt ein Sprecher – allein wegen der schieren Vielzahl kleinerer Fonds. Es gebe aber seltener einen kleinen Fonds, der die größeren auf Dauer schlägt. Enste dagegen sieht sich auf Dauer im Vorteil gegenüber den Großen: „Wir verkaufen keine Produkte, sondern wir verkaufen Lösungen für den Kunden.“ Damit lagen sie zumindest in Deutschland im vergangenen Jahr richtig.

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