Warren Buffett will den Grexit
„Die Deutschen werden die Griechen nicht ewig finanzieren“

Der Starinvestor spricht ein Machtwort: Die Griechen sollen raus aus dem Euro. Dies sei besser für die Gemeinschaftswährung. Eine Analyse zeigt, wie fatal die Lage des Krisenstaats ist. Womit Anleger rechnen müssen.
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DüsseldorfDie griechische Regierung könnte bald einen neuen Kandidaten in die lange Liste der Finanzmarkt-„Bösewichte‟ aufnehmen. Neben Wolfgang Schäuble, Angela Merkel, der Troika, dem Chefredakteur der „Bild‟-Zeitung und EZB-Chef Mario Draghi könnte sich jetzt auch Starinvestor Warren Buffett dazugesellen. Denn der gastierte gestern beim TV-Sender CNBC und fand deutliche Worte.

Die Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone wären für die übrigen Länder positiv. „Sollten die Griechen rausgehen, müsste das nicht schlecht für den Euro sein‟, sagte Buffett. Ein solcher Schritt könne dazu führen, dass sich die Mitgliedsländer besser auf eine Fiskalpolitik einigen würden. Für die Region könne ein Ausscheiden Athens aus dem Euro insgesamt sogar konstruktiv sein. „Wenn alle lernen würden, dass Regeln einzuhalten sind und wenn es eine große Einigung über die Fiskalpolitik der Mitglieder oder etwas Ähnliches gäbe, dann könnte das eine gute Sache sein“, erklärt Buffett.

Der Vorstoß des Starinvestors kommt zu einem Zeitpunkt, da aus Griechenland Zeichen der Annäherung kommen. Gestern erklärte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis etwa, dass er im Schuldenstreit mit den internationalen Geldgebern mit einer Einigung in der nächsten Woche rechne. Bis dahin werde man sich auf die notwendigen Reformen verständigen, sagte Stathakis.

Doch Buffett denkt in größeren Maßstäben. Der Euro verlor im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Dollar so viel an Wert wie noch nie seit der Einführung. „Ich bin der Überzeugung, dass der Euro strukturelle Probleme seit seiner Einführung hatte, was nicht bedeutet, dass die Währung auseinanderbricht”, erklärte Buffett. „Man kann mit diesen Problemen leben, aber vielleicht können sich nicht alle Länder anpassen und die sind dann nicht mehr dabei‟. Das Orakel aus Omaha redet Klartext: „Es ist nicht gottgegeben, dass der Euro immer exakt die gleiche Zahl an Mitgliedern haben muss.‟

Die Umstände sprächen gegen einen langfristigen Verbleib in der Euro-Zone. „Es kann nicht damit weitergehen, dass die Menschen in völlig verschiedene Richtungen gehen‟, erklärt Buffett. „Die Deutschen werden die Griechen nicht für alle Zeiten finanzieren.‟

Buffetts Machtwort zeigt das ganze Dilemma in dem Griechenland aktuell steckt. Und andere Marktbeobachter finden ebenso klare Worte. „Griechenland hat in den vergangenen Jahren nicht die notwendigen Reformen umgesetzt‟, sagt Axel Angermann, Chefvolkswirt bei Feri Eurorating. Sein Institut senkte das Rating von Griechenland im März um eine Stufe auf CCC.

Die Abkehr der neuen Regierung von strukturellen Reformen in Kooperation mit der Troika verschrecke Investoren und führe zu einer Kapitalflucht. Das Wachstum falle daher schlechter aus als erwartet, begründet Feri die Herabstufung. „Die neue Regierung möchte offenbar auch keine Strukturreformen, die wirklich greifen umsetzen‟, sagt Angermann. „Der einzige Unterschied ist, dass Tsipras das öffentlich erklärt.‟

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Problemkind Frankreich

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  • das wuste man alels 2008-10 schon....

    es ging auch nie um GR...

    es ging nur darum den ESM zu installieren....

    am besten ohne gegenwehr der Volkes....

    dahingehend war die krise ein erfolg...

  • --@ Herr Heinz Keizer

    nun werden sie hier mal bitte sachlich.

    Seit Alexander dem Großen (Völkermörder) wird ein Grieche liebe klauen, stehlen oder anders morden, als selbst zu arbeiten.

    Das ist Alexander, das Vorbeild der Griechen ________________------------------------

    Alexander, der beschlossen hatte, alle Bewohner der Stadt zu ermorden, befahl die Wälder in den Bergen, in denen die Menschen Zuflucht vor diesen Bestien suchten, in Brand zu stecken. Wer es wagte aus dem Wald herauszukommen, wurde sofort getötet. Die Wälder brannten nun überall und die Menschen konnten sich nicht retten. Junge Mädchen, Frauen und Mütter, die sich schützend vor den Flammen über ihre Kinder warfen, alte Frauen und Männer, genauso wie kranke Menschen, verbrannten elendig in den Flammen und wurden zu Asche. Die Berichte über diese Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit haben die Berichtsschreiber von Alexander, die täglich alles niederschrieben, für uns hinterlassen und brüsteten sich damit, wie Alexander seine Gegner folterte und ermordete. Diejenigen, die im Feuer von Alexander verbrannten, waren lediglich schutzlose Frauen und Kinder, Alte und Kranke, die aus Angst vor seiner Wut und den Vergewaltigungen seiner Soldaten in den Wäldern Schutz suchten. Mit diesem Akt wollte Alexander eine so große Angst und Panik verbreiten, dass niemand es mehr wagen sollte, den aufständischen Iranern Hilfe zu leisten.

  • heute soll es sogar in Adelskreisen üblich geworden sein, seinen Unterhalt selbst zu verdienen. In früheren Jahrhunderten waren das wohl auch eher Sozialschmarotzer, die von der Arbeit ihrer Untertanen gelebt haben.

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