Welche Begriffe für Anleger wichtig sind
Die entscheidenden Kennzahlen

Wenn Unternehmen ihre Zahlen vorlegen, dann ist viel die Rede von US-GAAP, IFRS, Ebitda und anderen Abkürzungen. Was sie bedeuten und was Anleger aus ihnen ablesen können.

US-GAAP

United States Generally Accepted Accounting Principles, der Bilanzstandard der Vereinigten Staaten. Unter anderem verpflichtend für den umfassenden Konzernabschluss aller an den US-Börsen notierten Unternehmen, auch wenn sie aus Deutschland stammen.

IFRS

International Financial Reporting Standards. Internationaler Bilanzstandard (Anwendung in mehr als 90 Ländern). Seit 2005 in Deutschland Pflicht für den Konzernabschluss aller Unternehmen, die Anleihen oder Aktien öffentlich notiert haben. Ausnahme: Bis zum 31. Dezember 2006 durften alle US-GAAP-Bilanzierer auf eine IFRS-Bilanz verzichten. Seit dem 1. Januar müssen auch sie eine separate IFRS-Bilanz aufstellen.

HGB

Handelsgesetzbuch. Nach wie vor Bilanzstandard für den Einzelabschluss aller Unternehmen in Deutschland. Der Einzelabschluss umfasst weniger Töchter als der Konzernabschluss, ist aber Bemessungsgrundlage für Ausschüttungen wie Dividenden.

Ebitda

Ergebnis vor Steuern, Zinsen, regelmäßigen Abschreibungen und Sonderabschreibungen auf aufgekaufte Unternehmen (Firmenwerte/Goodwill). Schönwetterkennzahl, die keinem Bilanzstandard unterliegt. Wird von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich errechnet. Gewisse Aussagekraft im Verhältnis zum Schuldenstand (je geringer die Relation zwischen Ebitda zu Schulden, desto besser steht das Unternehmen da).

Ebita

Ergebnis vor Steuern, Zinsen, regelmäßigen Abschreibungen. Ebenfalls eine Schönwetterkennzahl (siehe Ebitda).

Ebit

Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Kann als operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) herhalten, falls keine außerordentlichen Zinsausgaben oder -einnahmen anfallen. Ist Letzteres nicht der Fall, zählen folgende Größen:

Ebt

Ergebnis vor Steuern sowie der Nettogewinn (Jahresüberschuss) als Kernkennzahl für den Aktionär. Aus dem Jahresüberschuss errechnet sich das

EPS

Ergebnis je Aktie (Earnings per Share), wenn die Anzahl der Aktien eines Unternehmens durch den Nettogewinn geteilt wird. Der aktuelle Aktienkurs geteilt durch das EPS ergibt das

KGV

(Kurs-Gewinn-Verhältnis). Im Durchschnitt notieren Aktien bei einem – erwarteten – KGV für das kommende Geschäftsjahr von etwa 14, je nach Branche liegt der historische Wert höher oder niedriger. Irrelevant sind für Aktionäre sogenannte Pro-forma-Gewinne oder Pro-forma-EPS. Angesichts stark veränderter Bilanzvorschriften sollte zunehmend der

operative Cash-Flow

im Vordergrund stehen. Er wird in der Regel ausgehend vom Nettogewinn errechnet und ist häufig aussagekräftiger als ein isoliert betrachteter Gewinn (siehe Tabellen). Häufig wird auch der

freie Cash-Flow

als Kennzahl genannt, der jedoch wegen möglicher unterschiedlicher Berechnungsmethoden den Vergleich zwischen Unternehmen erschweren kann.


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