Welthandelsindex
Asien gibt Märkten Anlass zur Hoffnung

Der Welthandelsindex steigt auf den höchsten Stand seit Sommer. Die Konjunkturschwäche dürfte also vorüber sein – und zyklischen Werten mit gutem Amerika- und Asiengeschäft winken laut Experten gute Chancen.
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FrankfurtFlaute in Europa, Hoffnungszeichen aus Asien. So lässt sich zusammenfassen, was im Moment an unterschiedlichen Elementen auf die Aktienmärkte einströmt.

Die jüngsten Daten des Welthandelsindexes, den die Kölner V.M.Z Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus Zschaber jeden Monat exklusiv für das Handelsblatt berechnet, signalisieren somit jedenfalls, dass die seit dem Sommer anhaltende Konjunkturschwäche vorüber ist. Der Index ist im November auf 60,9 Punkte gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Juni.

Im Gegensatz zu anderen geläufigen Gradmessern für den Zustand der Weltkonjunktur - beispielsweise dem Baltic Dry Index für die Seefracht - fasst der Welthandelsindex alle relevanten Daten aus den vier Transport- und Handelswegen Schifffahrt, Schiene, Straße und Lufttransport zusammen. Damit bietet er zum ersten Mal ein Gesamtbild des Welthandels. Indexstände über 50 Punkte deuten auf einen wachsenden Welthandel hin, inmitten einer wachsenden Gesamtwirtschaft. Unterhalb von 50 Punkten schrumpft dagegen der Welthandel, unter 45 Punkten ist sogar ein deutlicher Rückgang der Weltwirtschaft zu erwarten.

Anlass zur Hoffnung für die Aktienmärkte ist vor allem der zuletzt wieder deutlich wachsende Binnenhandel in Asien. Vor allem in Südkorea, Indonesien, Vietnam und besonders in China haben die Aktivitäten in den vergangenen vier Wochen wieder an Fahrt gewonnen. "Der Expansionspfad der Weltwirtschaft hat unter der Zurückhaltung im Sommer nicht nachhaltig gelitten", sagt Markus Zschaber.

Der aktuelle Trend dürfte sich auch im kommenden Jahr fortsetzen. Das heißt konkret: In einem insgesamt robusten Welthandel sind die regionalen Unterschiede weiter groß. Besonders Südeuropa bleibt das Sorgenkind, auch wenn sich zuletzt dort etwas Entspannung gezeigt hat. David Kohl, Chefvolkswirt bei der Schweizer Privatbank Julius Bär, bemängelt, dass vor allem die Wachstumslokomotiven von einst noch nicht wieder unter Dampf stehen. "Das globale Wirtschaftswachstum tendiert seit 2011 unter Vorkrisenniveau, vor allem Europa ist die Schwachstelle", kritisiert er.

Übersetzt für den Aktienmarkt bedeutet das, dass besonders deutschen Zyklikern mit gutem Geschäft in Asien, Süd- und Nordamerika im kommenden Jahr von den Experten gute Chancen zugebilligt werden. Branchen wie Chemie, Baustoffe, Anlagen - und Maschinenbau, Elektronik und vereinzelt auch Technologie gehören dazu.

Top-Empfehlungen aus dem Dax sind für Markus Zschaber Adidas, SAP, Henkel, Bayer, BMW und Beiersdorf. Aus der zweiten Reihe zählt er Werte wie Gildemeister, Leoni, Symrise, Gea, Dürr und Krones dazu.

Mehr Informationen unter: www.welthandelsindex.de

 

Kommentare zu " Welthandelsindex: Asien gibt Märkten Anlass zur Hoffnung"

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  • Ich habe mir mal die Mühe über Weihnachten gemacht und 10 Aktienempfehlungen aus den Indexprojekten des Institutes welches dahinter steht und der VMZ von Zschaber zu analysieren, wobei es Konjunktindikatoren sind, wie ich es angelesen habe und den Verlauf der zukünftigen Entwicklung beschreiben - dieses muss kurzfristig nicht im Zusammenhang mit der direkten Aktienmarktentwicklung zu tun haben, dass wissen wir - in 2010 lagen die Experten mit vielen Meinungen ähnlich positiv, in 2011 lagen die Experten gut, in 2012 sehr gut, BMW mit + 52 % gefiel mir besonderes gut und Pfizer mt ähnlicher Entwicklung auch.
    Gruss Rob..

  • Zu den Aktienempfehlungen von dem sogenannten Experten Markus Zschaber fällt mir nur ein: Wer's glaubt, wird seelig. Wer's nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.

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