Weltweites Vermögen So viele Millionäre wie noch nie

Die Millionäre und Milliardäre in aller Welt verfügen nach einer Untersuchung der Beratungsfirma Capgemini gemeinsam über ein Vermögen von umgerechnet mehr als 50 Billionen Euro. Auch ihre Zahl wächst weiter.
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Welche Weltregionen das meiste Geld haben – und welche am wenigsten
Arm und reich
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Die Bürger der Welt sind so reich wie nie: Die Allianz beziffert in ihrem „Global Wealth Report“ das weltweite Brutto-Geldvermögen auf 169,2 Billionen Euro – ein neuer Rekord. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von über sieben Prozent. Doch Nutznießer dieser Entwicklung sind nicht die Armen. Drei Viertel des Netto-Geldvermögens liegen bei den reichsten zehn Prozent der Welt. In diesem Jahrtausend ist die globale Ungleichheit zwar gesunken, aber immer noch hoch.

Platz 7: Osteuropa
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Den geringsten Anteil (1,4 Prozent) am globalen Brutto-Geldvermögen hatte im Jahr 2016 Osteuropa: 2,4 Billionen Euro liegen hier. Im Vergleich zu anderen Weltregionen ist das wenig. Zudem war in Osteuropa eine spürbare Entschleunigung des Vermögenswachstums zu beobachten. Zwar legten die Ersparnisse der Haushalte im vergangenen Jahr mit 7,9 Prozent etwas schneller zu als im globalen Durchschnitt. Doch das gesamte Wachstumstempo geht nun schon seit drei Jahren kontinuierlich zurück. Umso stärker ist diese Entwicklung bei Ländern außerhalb der Europäischen Union. Gründe sind unter anderem der noch immer schwelende Russland-Ukraine-Konflikt und die stark vom Ölpreis abhängige russische Volkswirtschaft.

Platz 6: Lateinamerika
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Die 2000er Jahre sind das „goldene Jahrzehnt“ Lateinamerikas. In dieser Zeit hat sich die Wirtschaftsleistung des Halbkontinents fast verdreifacht. Hohe Weltmarktpreise für Erdöl, Kupfer und andere Rohstoffe sicherten der an Bodenschätzen so reichen Region steigende Exporteinnahmen und Kapitalzufuhren. Steigende Einkommen und großzügige Sozialprogramme sorgten zusätzlich dafür, dass sich viele Haushalte ein finanzielles Polster aufbauen konnten. Von 2006 bis 2016 betrug so die jährliche Wachstumsrate des privaten Geldvermögens im Durchschnitt zwölf Prozent. Ende 2016 summierte sich das Vermögen der Haushalte in Lateinamerika auf fast 3,5 Billionen Euro. Doch seit 2011 hat sich die Wachstumsdynamik deutlich abgeschwächt. Schuld sind unter anderem der Preisverfall an den Rohstoffmärkten, die steigende Geldentwertung und das nachlassende Wachstum in China.

Platz 5: Ozeanien
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Den mit Abstand höchsten Vermögenszuwachs unter den wohlhabenderen Regionen verbuchte 2016 Ozeanien: Die Ersparnisse der Haushalte Australiens und Neuseelands legten um insgesamt 7,6 Prozent zu. Das sind immerhin 2,3 Prozentpunkte mehr als die entwickelten Volkswirtschaften im Durchschnitt. Besonders gerne wird Vermögen hier in Form von Versicherungen und Pensionen gehalten. Insgesamt haben sich die privaten Ersparnisse in Ozeanien seit 2006 mehr als verdoppelt. Ende 2016 betrugen sie 3,7 Billionen Euro. Im Ranking gibt das trotzdem nur Platz Fünf.

Platz 4: Japan
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In den wohlhabenderen Teilen der Welt verfügen die Haushalte bereits über beträchtliche Vermögen. Hier entwickelten sich die privaten Ersparnisse naturgemäß langsamer als in den Schwellenländern. Ein klassisches Beispiel ist Japan. Mit einem Brutto-Geldvermögen von 15,2 Billionen Euro insgesamt und 118.950 Euro pro Kopf zählt das Land zu den zehn reichsten der Welt. Doch das private Geldvermögen wuchs seit 2006 nur mit durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr. Diese mageren Wachstumsraten sind unter anderem eine Folge des sehr konservativen Anlageverhaltens der Japaner. Über die Hälfte ihres Vermögens liegt in Bankeinlagen. Dank Niedrigzinsniveau werfen diese jedoch kaum Erträge für Sparer ab.

Platz 3: Asien ex Japan
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Das Vermögenswachstum in Asien scheint ungebrochen. Rechnet man Japan heraus, beläuft sich die mittlere jährliche Wachstumsrate seit 2016 auf rund 15 Prozent. Dieses rasante Tempo erreichte keine andere Region. Treibende Kraft hinter der Entwicklung ist die zunehmende Bedeutung Chinas. Dort legte das Finanzvermögen der Haushalte über die vergangenen zehn Jahre hinweg um durchschnittlich fast 21 Prozent pro Jahr zu. Das Vermögen der asiatischen Haushalte kann sich auch insgesamt sehen lassen. 2016 betrug es (ohne Japan) 32,4 Billionen Euro.

Platz 2: Westeuropa
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Das jährliche Durchschnittswachstum in Westeuropa lässt mit 3,4 Prozent durchaus zu wünschen übrig. Nur Japan liegt im globalen Vergleich noch darunter. Doch mit einem gesamten Brutto-Geldvermögen von 35,3 Billionen Euro kann sich die Region das schwache Wachstum erlauben, immerhin sind das knapp 21 Prozent des globalen Vermögensstocks. Das beliebteste Sparprodukt der Westeuropäer sind übrigens Versicherungen und Pensionen. Rund 41 Prozent des Brutto-Geldvermögens legen sie hier an.

Die Zahl der Millionäre ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr weltweit um acht Prozent auf den Rekordstand von 16,5 Millionen gestiegen. Diese Menschen verfügten über ein Vermögen von zusammen 63,5 Billionen Dollar (53,6 Billionen Euro), hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Beratungsfirma Capgemini.

Die meisten Millionäre leben demnach in den USA, Japan, Deutschland und China – in diesen Ländern sind fast zwei Drittel von ihnen zu Hause. Frankreich überholte Großbritannien und rückte damit auf Platz fünf vor. Einen Grund für den Anstieg nannte die Studie nicht.

Allerdings haben ein kräftiges Wachstum der Weltwirtschaft verbunden mit der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken haben die Aktienmärkte rund um den Globus auf Rekordstände getrieben. Der in Aktien angelegte Anteil der Vermögens stieg zuletzt stark an. Als Millionäre wertete die Studie alle Menschen mit einem frei verfügbares Vermögen von mehr als einer Million Dollar oder mehr. Nicht enthalten in der Berechnung waren demnach der Hauptwohnsitz, Sammlerstücke und Konsumgüter.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
20. Platz: Sheldon Adelson
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Das durchschnittliche Vermögen der Superreichen liegt laut „Forbes“ bei 3,75 Milliarden Dollar. Ungefähr das Zehnfache (30,4 Milliarden Dollar) besitzt der Vorsitzende und CEO von Las Vegas Sands, dem größten Casino-Unternehmen in Amerika. Adelson spendete 5 Millionen Dollar, um Donald Trump bei der US-Wahl 2016 zu unterstützen und 40 Millionen Dollar, um republikanische Kongresskandidaten zu stärken.

19. Platz: Li Ka-shing
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Hong Kongs reichste Person ist einer der einflussreichsten Geschäftsmänner in Asien. Seine Interessen reichen von Häfen, über Versorgungsunternehmen und Telekommunikation hin zu Immobilien und Einzelhandel. Seine Unternehmen beschäftigen über 310.000 Menschen in mehr als 50 Nationen. Der 88-Jährige verfügt über 31,2 Milliarden Dollar.

18. Platz: Wang Jianlin
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Zusammen bringen es die Milliardäre weltweit auf ein Vermögen von 7,67 Billionen Dollar - mehr als das Doppelte der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands. Der reichste Mann Chinas, Wang Jianlin, landet mit 31,3 Milliarden Dollar noch in den Top 20.

17. bis 15. Platz: Alice, Jim und Robson Walton
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Die größte Supermarktkette der Welt macht auch die Erben reich: Robson Walton (rechts), der älteste Spross des Wal-Mart-Gründers Sam Walton, bringt es 2017 auf 34,1 Milliarden Dollar und damit auf Platz 15 der Liste. Das sind 2,2 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr – und reicht, um seine Geschwister Alice Walton (Platz 17: 33,8 Milliarden Dollar) und Jim Walton (34 Milliarden Dollar) knapp zu überholen.

14. Platz: Liliane Bettencourt
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Bettencourt gehören 27,5 Prozent des französischen Kosmetikkonzerns L'Oréal. Ihr Vater hatte das Unternehmen 1907 gegründet. Ihr derzeitiges Vermögen wird auf gut 39,5 Milliarden Dollar geschätzt. Die 94-Jährige leidet unter Demenz und steht unter der Vormundschaft ihres älteren Enkels Jean-Victor Meyers, während Tochter Francoise Bettencourt-Meyers ihr Vermögen verwaltet. Im Sommer 2010 geriet Bettencourt in die Schlagzeilen, als Vorwürfe in den Medien von illegalen Parteispenden an Präsident Nicolas Sarkozy und an Arbeitsminister Éric Woerth aufkamen. Dies führte zur Bettencourt-Affäre. Die Witwe zog sich 2012 aus dem Unternehmensvorstand zurück.

13. Platz: Sergey Brin
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Internet-Unternehmer sind in der diesjährigen Rangliste auf dem Vormarsch. Google-Mitgründer Larry Page ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und war als gebürtige Russe ein freimütiger Kritiker von Donald Trumps Einwanderungsverbot. Das Vermögen des reichsten Einwanderers in Amerika beläuft sich auf satte 39,8 Milliarden Dollar, ein Vielfaches mehr, als der derzeitige US-Präsident besitzt (3,5 Milliarden Dollar laut Forbes).

12. Platz: Larry Page
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Nachdem sie sich an der Stanford University kennengelernt hatten, gründete Brin gemeinsam mit Larry Page Google. Heute ist der 43-Jährige Vorstandschef der Google-Muttergesellschaft Alphabet und belegt mit einem Vermögen von 40,7 Milliarden Dollar den zwölften Platz.

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5 Kommentare zu "Weltweites Vermögen: So viele Millionäre wie noch nie"

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  • @Herr Michael Müller, 28.09.2017, 12:17 Uhr

    "Das hat vermutlich auch etwas mit der Mentalität der unterschiedlichen Menschen zu tun. Einige geben das Geld aus das ihnen zur Verfügung steht und andere Menschen sparen für später oder investieren anderweitig in ihre Zukunft"

    Mit "Mentalität" dürfte das wohl eher wenig zu tun haben. Dafür umso mehr mit Möglichkeiten und Chancen.

  • So viele Millionäre..........
    Zitat:
    Wir haben das Glück erfunden, sagen die letzten Menschen,
    und sie blinzeln.
    Nietzsche

  • Herr Michael Müller28.09.2017, 12:17 Uhr
    @ Carlos Santos
    Das hat vermutlich auch etwas mit der Mentalität der unterschiedlichen Menschen zu tun. Einige geben das Geld aus das ihnen zur Verfügung steht und andere Menschen sparen für später oder investieren anderweitig in ihre Zukunft.

    Unabhängig davon wird jeder zum Millionär, wenn er konsequent weniger ausgibt als er einnimmt. Wie lange es bis zur Million dauert hängt dann neben dem Sparbetrag nur von der Rendite der Kapitalanlage ab. Klar, dass man mit 50 Euro monatlich auf dem Sparbuch länger braucht als mit 5.000.- Euro monatlich in einen Aktienfonds.

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    Bei Zeiten wo Helmut Schmidt regierte da machte man sich in Deutschland im TV über den Helmut Schmidt lustig am Fasching mit den Wortlaut wie etwa : " Sparen, Sparen, Brot mit Margarine und das Geld auf die Bank ! "

    Deutsche Politiker heute glauben aber daß jeder in Deutschland alles von gestern vergessen hat ???

    Elefanten erinnern sich an Vorfälle von vor 50 Jahren, und ich erinnere die Elefanten an dem was vor 50 Jahren war ! :-)))

    Und heute da führt man den Strafzins ein für den Sparer ???

    Schon vergessen daß es die CDU war daß das Vermögenswirksamen Sparen auf 936 DM erhöht hatte und überhaupt das vermögenswirksamen sparen einführte ?

    VEBA AKTIEN KAUFEN war möglich durch das erhöhen der Summe des vermögenswirksames sparen !!!

    HEUTE WO STEHT DAS VOLK MIT VERMÖGENSWIRKSAMES SPAREN ?

    Aus den Beitragshöhen des vermögenswirksames sparen wurden die Beiträge für die SOLIDARITÄTSABGABEN jeden Monat mit 100% Garantien in Staatskassen während die Arbeitgeber immer mehr Abstand nahmen von Vermögenswirksames sparen und dessen eigenen Beiträgen zu den Verträgen !

    Heute jammern daß die Altersversorgung mehr auf private initiative erfolgen sollte ???

    Von MINDESTLOHN geht nicht einmal die Stromrechnungen pünktlich bezahlen für eine 4 köpfige Familie wo nur einer Verdient !

    Arbeitgeber geizen, wozu ?

    Es rächt sich alles Wirtschaftlich=Rezessionen !

  • @ Carlos Santos
    Das hat vermutlich auch etwas mit der Mentalität der unterschiedlichen Menschen zu tun. Einige geben das Geld aus das ihnen zur Verfügung steht und andere Menschen sparen für später oder investieren anderweitig in ihre Zukunft.

    Unabhängig davon wird jeder zum Millionär, wenn er konsequent weniger ausgibt als er einnimmt. Wie lange es bis zur Million dauert hängt dann neben dem Sparbetrag nur von der Rendite der Kapitalanlage ab. Klar, dass man mit 50 Euro monatlich auf dem Sparbuch länger braucht als mit 5.000.- Euro monatlich in einen Aktienfonds. Nicht zu vergessen ist auch der Staat, der wie überall kräftig abkassiert. Leider ist das Sparen in der heutigen Zeit "uncool". Der Großteil will Alles sofort und jetzt haben. Viele Menschen kaufen mit Geld, das sie nicht haben, Dinge, die sie nicht brauchen, um Menschen, die sie nicht mögen, zu beeindrucken.

  • WELTWEITES VERMÖGEN
    So viele Millionäre wie noch nie
    Datum:
    28.09.2017 09:49 Uhr
    Die Millionäre und Milliardäre in aller Welt verfügen nach einer Untersuchung der Beratungsfirma Capgemini gemeinsam über ein Vermögen von umgerechnet mehr als 50 Billionen Euro. Auch ihre Zahl wächst weiter.

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    Wer solche Schlagzeilen schreibt, sollte auch den VERMERK beifügen daß geparktes Geld nicht zirkuliert und einer Wirtschaft schadet !!!

    Der Arbeiter in dem USA gibt sein Lohn wieder fast zu 100% wieder aus und davon profitiert die US-Wirtschaft von diesem gesunden Kreislauf des Geldes !!!

    Man müsse mal sich mit einem Toten mit beerdigen lassen um zu sehen was man nach dem Tod mit den ganzen Millionen und Milliarden im jenseits alles machen kann ! ===>>> WITZ !!!

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