West LB und Helaba Trust sehen Trend zu steigenden Dividendenrenditen
Experten setzen in 2005 auf deutsche Standardwerte

Vor allem Aktien großer deutscher Gesellschaften zählen 2005 zu den Favoriten von WestLB und Helaba Trust. Allerdings erwartet Martin Gilles, Leiter der Aktienstrategie bei der WestLB, dass die prognostizierten Gewinne europäischer Unternehmen – hier halten die meisten Strategen bislang einen zweistelligen Zuwachs für erreichbar – insgesamt geringer ausfallen dürften.

scc FRANKFURT/M. „Wir rechnen für Europa nur noch mit einem Gewinnanstieg von sieben Prozent“, sagt Gilles. Zum Ende des kommenden Jahres sieht er den Deutschen Aktienindex (Dax), der gestern bei 4 150 Punkten notierte, auf einem Stand von 4 400 Punkten. Der für den Euro-Raum maßgebliche Index Euro Stoxx 50, der gestern bei knapp 2 900 Punkten lag, soll dann bei 3 000 Punkten stehen.

Dass Aktien im kommenden Jahr trotz dieser bescheidenen Zuwächse ein attraktives Investment darstellen, liegt an der zunehmenden Bedeutung der Dividende. „Viele Unternehmen werden die in den letzten Jahren gewonnenen bilanziellen Freiräume nutzen und ihre Aktionäre erneut mit großzügigen Dividenden und Aktienrückkäufen beglücken“, heißt es im aktuellen Ausblick von Helaba Trust. Besonders die Finanzwerte waren hierbei in der Vergangenheit spendabel. ABN Amro zahlte 2004 eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent, Unicredito 4,4 Prozent und HSBC 4,2 Prozent. Zum Vergleich: zehnjährigen Staatsanleihen bringen derzeit 3,8 Prozent.

Ausgeprägte Sektortrends, wie sie in diesem Jahr beispielsweise noch bei Ölwerten zu spüren waren, dürfte es nach Schätzungen der West LB im nächsten Jahr nur vereinzelt geben. Zu deren zehn Top-Titeln zählen Banco Popular (Kursziel 56 Euro), Clariant (24 Schweizer Franken), Deutsche Post (18,50 Euro), Deutsche Telekom (17,50 Euro), Eon (70 Euro), LVMH (67 Euro), Metro (44 Euro), Novartis (63 Franken), Peugeot (58 Euro) und UBS (124 Franken).

Die europäischen Top-Kandidaten von Helaba Trust für das kommende Jahr sind Peugeot, Commerzbank, Hochtief, BASF, Siemens, Deutsche Börse, Anglo American, Pinault-Printemps, LVMH, Vivendi Universal, Danone, Royal Dutch, Qiagen, Accor, Lufthansa, Software AG, Telecom Italia Mobile (TIM), Allianz und National Grid Transco. Grundsätzlich schätzen die Experten, dass stark konjunkturabhängige Branchen wie Auto, Industrie, Grundstoffe und Medien bei den Anlegern 2005 kaum gefragt sein werden.

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