Woodstock für Kapitalisten
Warren Buffett „mag sehr große Deals“

Zum großen Jubiläum sind so viele Aktionäre gekommen wie noch nie. 44.000 Buffett-Fans aus der ganzen Welt bejubeln ihren Guru am Sitz von Berkshire Hathaway. Und der Meister? Feiert kräftig mit und ist voller Tatendrang.
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Omaha„Hi. Ich bin Warren, das ist Charlie. Er kann hören, ich kann sehen. Zusammen sind wir ein gutes Team.“ Mit dem gleichen alten Spruch eröffnet Warren Buffett die 50. Hauptversammlung seines Konzerns Berkshire Hathaway. Und die Menge jubelt.

Jeder der 17.000 Plätze in Omahas Messezentrum ist belegt. Wer zu spät kommt, muss in einen der großen Säle ausweichen, in denen die Hauptversammlung per Video übertragen wird.

Die goldenen Vorhänge, vor denen Berkshire-Chef Buffett und sein stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Charlie Munger sitzen, lassen auf das goldene Jubiläum schließen. Ebenso wie die vielen Souvenirs zum Firmenjubiläum. Doch sonst ist eigentlich alles wie immer. Und genau so soll es sein.

„Es ist schön zu sehen, dass die beiden noch die alten sind“, schwärmt Aktionär Bob Mayer, der schon seit 1992 jedes Jahr aus Chicago anreist. „Ich will sichergehen, dass die noch auf der Höhe sind.“ Buffett feiert im Sommer schließlich seinen 85. Geburtstag und Munger, mit dem uffett schon seit vielen Jahrzehnten alle wichtigen Geschäftsentscheidungen diskutiert, ist 91.

Zum großen Jubiläum sind so viele Aktionäre gekommen wie noch nie. 44.000 Buffett-Fans aus der ganzen Welt sind in die an den Konzernsitz nach Omaha im Bundesstat Nebraska gepilgert. Buffett hat das außergewöhnliche Spektakel schon vor Jahren „Woodstock für Kapitalisten“ getauft.

Der legendäre Investor hat den angeschlagenen Textilhersteller Berkshire Hathaway über die Jahre zum fünftgrößten US-Konzern ausgebaut, gleich hinter Apple, Exxon, Microsoft und Google. Die Aktie ist in den vergangenen 50 Jahren um unglaubliche 1,8 Millionen Prozent gestiegen.

Wer 1965 Berkshire-Aktien für 1000 Dollar gekauft und über 50 Jahre gehalten hätte, der könnte sie heute für rund 18 Millionen Dollar verkaufen. Wer stattdessen 1000 Dollar in den breit gefassten Aktien-Index S&P 500 gesteckt hätte, der könnte sie heute für lediglich 110.000 Dollar verkaufen.

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