Zwei seriöse Kostenmodelle
Wie Geldverwalter verdienen

Die Vermögensverwalter verlangen ganz unterschiedliche Gebühren. Nur zwei der Kostenmodelle sind vorbehaltlos seriös.

Wofür bezahle ich Sie eigentlich?" Wenn mal wieder die Erträge nicht so sprudeln wie erhofft, fällt den Kunden wieder ein, wie viel sie für ihren Vermögensverwalter ausgeben. Die Spezies jener Verwalter, die noch nie Verluste gemacht haben, gilt spätestens seit dem Börsencrash 2000 als ausgestorben.

Maßgeschneiderte Vermögensverwaltung ist vielleicht wertvoll, teuer ist sie in jedem Fall, egal, für welches Vergütungsmodell sich der Kunde entscheidet. Kaum verwunderlich, wenn es die Kunden erbost, dass sie in schlechten Jahren zu den Verlusten auch noch hohe Gebühren aufgetischt bekommen.

Auf die Vermögensverteilung kommt es an

Zu verhindern ist das freilich nicht immer: "Auch der beste Verwalter kann zwischenzeitlich in die Verlustzone rutschen", sagt Rainer Konrad, Kenner des Marktes für Asset Management. Entscheidend sei, dass der Verwalter das Gesamtvermögen zwischen sicheren, aber renditeschwachen und starken, aber riskanten Anlagen so verteilt, dass etwa in schlechten Aktienjahren wie 2000 oder 2002 keine nicht mehr aufzuholenden Verluste entstehen.

Als Gebührenmodelle gibt es die Festrate, die Erfolgsbeteiligung und Mischformen daraus (siehe Seite 3). "Eine reine Erfolgsprämie mag auf den ersten Blick vorteilhaft erscheinen, hat sich aber in der Praxis als problematisch erwiesen", sagt Konrad. Kosten fallen für den Verwalter immer an. Verdient er in schwachen Jahren zu wenig, verleitet das dazu, hohe Risiken einzugehen - was die langfristige Performance gefährdet. Bank oder Verwalter auf der einen und der Kunde auf der anderen Seite sind in der Kostengestaltung völlig frei; das Wertpapierhandelsgesetz schreibt keine Regeln vor, die Rechtsprechung verwirft nur Gebührenmodelle, die extrem intransparent sind.

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