0 Bewertungen
21.04.2008 

Citigroup-Stratege Levkovich gibt für den breit aufgestellten Index S&P 500 zum Jahresende gar das Ziel von 1 550 Punkten aus. Das wäre vom aktuellen Niveau aus betrachtet ein Plus von rund 15 Prozent. Seine Hoffnung stützt sich auf zwei wesentliche Pfeiler: Zum einen werde es bei einer leichten Rezession bleiben. Zum anderen profitiere die US-Wirtschaft vom schwachen Dollar und von der nach wie vor hohen Nachfrage aus Schwellenländern nach US-Produkten. Branchen wie Pharma und Biotechnologie, Halbleiter, Medien, der private Konsum sowie Telekom und Transport gehören deswegen zu den Favoriten Levkovichs.

Auch bei Franklin Templeton Investments stellt man sich auf die Zeit nach der Immobilienkrise ein und versucht sich entsprechend zu positionieren. "Trotz negativer Wirtschaftsmeldungen aus den USA haben wir unser Augenmerk auf zukunftsweisende Frühindikatoren gerichtet, die auf ein Anziehen der US-Konjunktur hindeuten", sagt Portfoliomanager Conrad Hermann. Daher bevorzugt er Wachstumsaktien, auch wenn er sich sicher ist, dass es schwierig werden wird, das Publikum im aktuellen Umfeld von dieser Story zu überzeugen. Einer seiner Favoriten ist FLIR Systems, der Marktführer bei Infrarottechnologie und Thermografie. Zu dessen größten Kunden zählt das US-Militär und die Autoindustrie.

Union-Fondsmanager Boysen favorisiert derzeit Aktien aus der Roh- und Grundstoffindustrie sowie Konsumwerte. Im Finanzsektor, dessen Gewichtung er im vergangenen Sommer drastisch auf zehn Prozent des Fondsvermögens gesenkt hat, zieht er Börsenbetreiber und Versicherer vorerst den Banktiteln vor.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Nur eine Korrektur  Artikel in Merkliste

06.10.2008

Der Ölpreis fällt und fällt. Und noch scheint kein Ende absehbar. Doch um mehr als eine Korrektur der vorausgegangenen Preis-Übertreibungen handelt es sich beim Rückfall des Preises auf unter 90 Dollar je Barrel nicht. Öl wird langfristig wieder teurer. Kommentar

Markt-Monitor

Versteckter Tipp  Artikel in Merkliste

06.10.2008 von Ralf Drescher

Ein staatliches Hilfsprogramm jagt das andere. Doch die Börsen geben weiter nach, weil das Vertrauen zerstört ist. Auf der Suche nach Orientierung leistet die Bundesregierung Hilfe. Kommentar

Handelsblatt Börsenradio 06.10.2008 (Abendausgabe) 

06.10.2008Börsenradio

DAX auf schwächstem Stand seit Juni 2006 - HRE-Aktie sackt trotz Rettungspaket drastisch ab - Steinbrück: Auch nach Hypo-Real-Estate-Rettung Lage 'hoch gefährlich' - Euro auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten gefallen Anhören


Anzeige