Citigroup
-Stratege Levkovich gibt für den breit aufgestellten Index S&P 500 zum Jahresende gar das Ziel von 1 550 Punkten aus. Das wäre vom aktuellen Niveau aus betrachtet ein Plus von rund 15 Prozent. Seine Hoffnung stützt sich auf zwei wesentliche Pfeiler: Zum einen werde es bei einer leichten Rezession bleiben. Zum anderen profitiere die US-Wirtschaft vom schwachen Dollar und von der nach wie vor hohen Nachfrage aus Schwellenländern nach US-Produkten. Branchen wie Pharma und Biotechnologie, Halbleiter, Medien, der private Konsum sowie Telekom und Transport gehören deswegen zu den Favoriten Levkovichs.
Auch bei Franklin Templeton Investments stellt man sich auf die Zeit nach der Immobilienkrise ein und versucht sich entsprechend zu positionieren. "Trotz negativer Wirtschaftsmeldungen aus den USA haben wir unser Augenmerk auf zukunftsweisende Frühindikatoren gerichtet, die auf ein Anziehen der US-Konjunktur hindeuten", sagt Portfoliomanager Conrad Hermann. Daher bevorzugt er Wachstumsaktien, auch wenn er sich sicher ist, dass es schwierig werden wird, das Publikum im aktuellen Umfeld von dieser Story zu überzeugen. Einer seiner Favoriten ist FLIR Systems, der Marktführer bei Infrarottechnologie und Thermografie. Zu dessen größten Kunden zählt das US-Militär und die Autoindustrie.
Union-Fondsmanager Boysen favorisiert derzeit Aktien aus der Roh- und Grundstoffindustrie sowie Konsumwerte. Im Finanzsektor, dessen Gewichtung er im vergangenen Sommer drastisch auf zehn Prozent des Fondsvermögens gesenkt hat, zieht er Börsenbetreiber und Versicherer vorerst den Banktiteln vor.

