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12.12.2007 
Investmentidee

Von hohen Sparzinsen profitieren

von Anne Spies

Im Kampf um Kunden zahlen die Banken weiterhin hohe Tagesgeldsätze. Der Spielraum nach oben scheint jedoch fast ausgeschöpft.

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KÖLN. Seit Anfang September blieben die Tagesgeldsätze der vom Finanzdienstleister FMH beobachteten Banken im Durchschnitt nahezu konstant. „Die Anbieter halten sich im Moment gegenseitig mit subventionierten Produkten oben“, vermutet Christopher Manolagas von der Finanzberatung FMH.

Gleichzeitig wird die Konkurrenz an der Spitze größer. Die niederländisch-türkische Akbank preschte im Oktober mit 4,6 Prozent vor, die luxemburgische Advanzia-Bank folgte mit 4,7 Prozent. Neukunden spendiert die Advanzia bis zum 31. Dezember sogar sechs Prozent - genauso viel wie die Commerzbank-Tochter Comdirect, die ihr Angebot allerdings an die Eröffnung eines Depots koppelt.

Mit einer interessanten Strategie mischt seit Mitte September die Norisbank mit 4,25 Prozent im oberen Zinsbereich mit. Die Deutsche-Bank-Tochter garantiert bis zum März 2009 einen Tagesgeldzinssatz, der immer zu den drei besten Angeboten im Vergleich mit den 30 größten deutschen Banken gehört. Gut für Kunden, die nicht ständig wechseln wollen, aber auch nicht optimal, da Sonderaktionen nicht berücksichtigt werden. „Zinshopping lohnt sich bei Tagesgeld auf jeden Fall“, sagt Mangolas.


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Lukrative Lockangebote gibt es auch auf dem Festgeldmarkt – vor allem bei kurzfristigen Anlagen. Dabei kommen die besten Angebote nicht nur von den Discount-Banken. Die Commerzbank wirbt derzeit mit 4,6 Prozent für zwölf Monate, die Citibank zahlt Neukunden sogar satte fünf Prozent für sechs Monate. Dafür fallen die Zinsen für mehrjährige Festgeldanlagen eher mager aus. „Dass es für längere Anlagezeiträume mehr Zinsen gibt, gilt so nicht mehr“, meint auch Mangolas und erklärt dies mit dem Wettbewerb um Neukunden. „Kurzfristig können sich die Banken das leisten“.

Im Schnitt hat der Zins auf zwölfmonatige Festgeldanlagen jedoch leicht nachgegeben. Mehrere Banken, darunter die ING Diba, 1822direkt und die Volkswagenbank, hatten ihre Festgeldzinssätze gesenkt, nachdem der Euribor im Oktober kurzzeitig eingeknickt war. Der Euribor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Er gilt als Referenzzins für den Geldmarkt. Derzeit liegt er bei rund 4,8 Prozent.

„Der Trend ist im Moment schwierig zu beschreiben“, sagt Matthias Blank von der Volkswagenbank. Nachdem sich der Euribor wieder erholt hat, zahlt die Volkswagenbank seit Montag wieder höhere Zinsen zahlen. Auch die Credit Europe Bank N.V. hat zum 27. November ihren Festgeldzins kräftig angehoben und setzt dabei entgegen dem Trend auf langfristige Liquiditätsplanung. Wer sein Geld für fünf Jahre anlegt erhält dort zur Zeit 5,25 Prozent Zinsen.


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