3D-Drucker
„Jeder wird zum Fabrikanten“

Der 3D-Druck soll der Megatrend der kommenden Jahre werden. Doch die beteiligten Unternehmen sind noch sehr klein, ein Investment entsprechend risikoreich. Es gibt aber doch eine Alternative.
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DüsseldorfDie neuen Drucker begnügen sich nicht länger nur mit Papier, sondern spucken auch ganze Gegenstände aus – etwa Schrauben, Tassen oder Flugzeugteile. Geräte, nicht größer als ein Kühlschrank, scheinen komplette Fabriken ersetzen zu können. Gemeint ist der 3D-Druck, der angesichts des enormen Marktpotenzials auch Anleger in seinen Bann zieht.

Für viele Experten ist 3D-Druck der Megatrend der nächsten Jahre. Schätzungen zufolge soll der Markt bis 2018 auf rund drei Milliarden US-Dollar anwachsen. Auch US-Präsident Barack Obama sieht das Verfahren als revolutionäre Technologie und Jobmotor: „Der 3D-Druck hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir fast alles machen, zu revolutionieren“, sagte Obama im Frühjahr bei seiner Rede zur Lage der Nation.

Dabei wurde bereits 1984 der erste funktionierende 3D-Drucker entwickelt. Wenige Jahre später kamen dreidimensionale Druckverfahren bereits in der Industrie zum Einsatz, um Modelle oder Prototypen zu erstellen, etwa bei den Autoherstellern. Dass aktuell viel über 3D-Drucker geschrieben wird, hat andere Gründe. Zum einen macht die Wissenschaft faszinierende Fortschritte. Forscher in Schottland haben beispielsweise ein Druckverfahren entwickelt, das mit embryonalen Stammzellen arbeitet – Fernziel: Organe nachbauen.

Zum anderen machen Firmen wie Makerbot und Sculpteo die Technologie massentauglich. Mit einem CAD-Programm kann heute im Prinzip jeder ein Modell zeichnen und selbst drucken oder bei einem Dienstleister bestellen. Beides ist zwar nicht ganz billig, aber für einen passionierten Tüftler durchaus bezahlbar. So ist eine wachsende Szene von Hobby-Designern entstanden. Praktisch jeder könnte zukünftig Gegenstände entwerfen und anschließend mit wenig Aufwand produzieren. 

Die Geräte sollen so selbstverständlich werden, wie es heutzutage Tintenstrahldrucker sind. Die Funktionsweise: Kunststoffe, Harze und Metalle werden mit Hilfe eines Laserverfahrens schichtweise zu einem plastischen Objekt aufgebaut.

„So, wie durch das Internet heute praktisch jeder sein eigener Verleger sein kann, werden wir durch den 3D-Druck alle zu Fabrikanten“, sagt Chris Anderson, Bestsellerautor, Journalist und Unternehmer, im Interview mit Marktmacher, dem Magazin der Börse Stuttgart.

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Kommentare zu " 3D-Drucker: „Jeder wird zum Fabrikanten“"

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  • Inzwischen können Teile in 3D Druck Verfahren in ca. 100 verschiedene Materialen produziert werden, welche höchst stabil sind und sich kaum von traditionell gefertigten Teilen unterscheiden. So werden z.B. Implantate aus Titan 3D gedruckt. Geforscht wird mit leitenden Materialien, welche in Zukunft Schaltkreise ermöglichen.

  • diese eignen sich prima zur Herstellung von Prototypen, was früher locker 100 Mal so viel gekostet hat.

    Sind halt für die Industrie im Moment und keine Spielzeuge für zu Hause.

  • Mit solchen Druckern kann man keine hochfesten Teile drucken, höchstens Plastikteile, die kaum verschleißfest sind.

    Dieser Hype ist völlig unbegründet. Die Leute sollten sich zuallererst über die Funktionsweise informieren, dann kommt die Ernüchterung...

    Auch in der Zukunft wird sich da nicht viel ändern!

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