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ABN Amro erweitert Südostasien-Programm

Ab sofort bereichern „Open Ends“ auf den thailändischen SET 50-Index das Programm. Das Papier hätte freilich gerne ein bisschen früher emittiert werden dürfen – seit Jahresanfang hat das mit den 50 Schwergewichten der Börse Bangkok bestückte Kursbarometer bereits über 60 Prozent zugelegt.

Im Langfrist-Vergleich ist der kräftige Sprung allerdings kaum mehr als ein erster Schritt nach vorn; gegenüber den vor der horriblen Asienkrise 1996/97 erreichten Höchstständen notiert der Index immer noch satte 55 Prozent im Minus.

Realwirtschaftlich ist die Asienkrise bereits verdaut

Die alte Regel, dass die Börse gerade in Schwellenländern gerne der realwirtschaftlichen Entwicklung vorausläuft, gilt also in Thailand nicht – denn im Gegensatz zu den Aktienkursen haben die Unternehmensgewinne auf Dollar-Basis bereits wieder das Niveau von vor dem Crash erreicht. Die konsequente Sanierungspolitik, die die Regierung in Bangkok in den vergangenen sechs Jahren mit tatkräftiger Unterstützung des Internationalen Währungsfonds umgesetzt hat, war also auf ganzer Linie erfolgreich. 5,2 Prozent Wirtschaftswachstum in 2002 (für dieses Jahr wird von ca. 6 Prozent ausgegangen) bei einer Inflationsrate von nur 0,6 Prozent sprechen eine deutliche Sprache; für zusätzliches Vertrauen sorgte die planmäßige Rückzahlung der IWF-Kredite im vergangenen Juli. Seitdem hat sich auch die Währung wieder stabilisiert. Angesichts eines momentanen Stands von 21,50 Euro für 1.000 Baht besteht allerdings auch hier noch kräftiger Nachholbedarf; vor der Asienkrise musste man für dasselbe Geldbündel mehr als 35,00 Euro berappen.

China-Geschäft wird immer wichtiger

Selbst wenn wir jüngste Studien, nach denen der thailändische Aktienmarkt ein nur im einstelligen Bereich liegendes Kurs-Gewinn-Verhältnis aufweisen soll, für etwas zu euphorisch halten, gestalten sich die Investment-Perspektiven immer noch hervorragend – außer China gibt es in der gesamten Region kein Land mit höherer Wachstumsdynamik und durch die wiedererstakte Binnennachfrage zeigt sich die Konjunktur relativ robust gegenüber weltwirtschaftlichen Ein-flüssen. Zwar waren die wichtigsten Handelspartner im vergangenen Jahr noch die USA und Japan (insgesamt knapp 35 Prozent Export-Anteil), doch bereits in diesem Jahr profitiert Thailand in stark zunehmendem Maße vom China-Boom. Und genau das ist auch des Pudels Kern: Für die letzten zwölf Monate zeigt der SET 50 abgesehen von den letzten paar Wochen nahezu denselben Verlauf wie der chinesische Hang Seng China Enterprises Index („H-Shares“), was die Frage aufwirft, inwieweit ein Thailand-Zertifikat tatsächlich für zusätzliche Diversifikations-Effekte im Portfolio sorgt.

Wir sind diesbezüglich etwas zurückhaltend und halten den „H-Shares“ (oder das noch bis zum 19. Oktober zur Zeichnung aufliegende Bonus-Zertifikat auf den FTSE/Xinhua von Goldman Sachs) nach wie vor für das Basisinvestment auf den Megatrend Südostasien. Nur wer hier bereits engagiert ist, kann ein Engagement im SET 50 in Erwägung ziehen – angesichts der begrenzten Mittel eines Privatanlegers erscheint das allerdings nicht immer betriebswirtschaftlich sinnvoll (Stichwort Mindestprovisionen!). Wie bei jeder „Emerging Markets“-Position sollte auch hier unbedingt mit dynamisch nachgezogenen Stopp-Kursen gearbeitet werden, wofür die Charttechnik wichtige Anhaltspunkte liefert: Zwei dicke Widerstandszonen, eine bei 540 bis 550 Punkten, die andere bei 480 bis 500 Zählern, sichern den Index nach unten ab. Der untere Korridor sollte nicht signifikant nach unten durchbrochen werden, andernfalls droht ein Rutsch bis auf 400 Punkte. Das Zertifikat an sich ist dagegen über jeden Zweifel erhaben; die von ABN Amro gestellten 2,50 Prozent Spread sind für eine Schwellenland-Börse akzeptabler Durchschnitt, weshalb die Niederländer sich nicht nur ein Lob für die Erschließung eines neuen Anlageziels, sondern auch eine Fünf-Punkte-Wertung für faire Konditionen verdienen.

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