Absicherung mit Short-Zertifikaten
Luft für den MDax wird dünn

Fast 350 Prozent plus hat der MDax auf seinem Konto. Mit dem Aufwärtstrend könnte es langsam zu Ende gehen. Wie Anleger reagieren können.

Seitdem der Aktienindex der deutschen Mittelgewichte im Frühjahr 2003 nach oben drehte, gehörten Werte wie Salzgitter, K+S, Hochtief oder Celesio zu den Favoriten. Motoren dieser Rally waren die überraschend robuste Wirtschaft hierzulande und die starke Stellung, die sich viele deutsche Unternehmen auf den internationalen Märkten erkämpft haben. Stürmische Neuemissionen wie Wacker Chemie, vom Solarboom beflügelt, kamen hinzu.

Doch jetzt wird die Luft dünner. Dabei wäre nicht nur eine Konjunkturabkühlung gefährlich. Im MDax sind die Aktienbewertungen deutlich höher als im Dax; und diesen Rechnungen liegen meist optimistische Gewinnprognosen zugrunde.

Der Kursverlauf des Index mahnt zur Vorsicht. Zwar ist nach dem jüngsten Kursrutsch durchaus eine Erholung drin. Doch Entwarnung gibt es erst, wenn der MDax wieder über 11 000 kommt. Unverändert hoch ist dagegen die Gefahr, dass er unter 9500 rutscht und damit ein massives Verkaufssignal gibt.

Wer sich für den MDax eine Absicherung bauen will, kann auf Short-Zertifikate setzen. Diese Papiere ermöglichen dank ihrer Hebelwirkung mit kleinem Einsatz einen großen Effekt. Zeitdruck entsteht nicht, weil die Zertifikate keine feste Fälligkeit haben. Dafür aber sollte die Totalverlustschwelle mit genügend Abstand zum aktuellen Index gewählt werden, etwa bei knapp 13 000 Punkten. Stoppkurs vorsehen, wenn der MDax wider Erwarten doch noch mal durchstartet und über 11 000 kommt.

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