Absicherung über Derivate
Preisrisiko für Öl und Gas wird handelbar

Energiederivate wurden in der Vergangenheit meist als Instrument zur Spekulation betrachtet. Mittlerweile entdecken jedoch immer mehr Unternehmen diese Derivate zur Absicherung ihrer Preisrisiken.

Angesichts der starken Preisschwankungen auf den Energiemärkten ist der Einsatz derivativer Instrumente vorteilhaft – zumal sich die Preise einiger Energieträger in den vergangenen Jahren verdoppelt haben. Betroffen von den starken Preissteigerungen sind nicht nur der Ölmarkt und seine Produkte wie Diesel, Heizöl und Benzin, sondern auch der Gas-, Strom-, CO2- und Kohlemarkt. In sämtlichen dieser Märkte sind Derivate verfügbar, die für Absicherungsstrategien sinnvoll genutzt werden.

In den angelsächsischen Regionen ist der Einsatz von Derivaten im Energiebereich schon lange üblich. Finanzinvestoren fordern in diesen Regionen eine stärkere Planbarkeit und Erzielung von konstanten Unternehmensergebnissen als es bisher in Deutschland der Fall ist. Dennoch ist der Einsatz von Energiederivaten in bestimmten Branchen wie dem Luftverkehr und der Energiewirtschaft mittlerweile stark verbreitet und gewinnt auch in anderen Branchen wie der Stahl-, Metall-, Glas- und Baustoffindustrie sowie bei Chemie- und Logistikunternehmen zunehmend an Bedeutung.

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Die Preisentwicklung der Energiemärkte bietet selbstverständlich auch für private und institutionelle Anleger attraktive Chancen, die durch eine mittlerweile große Anzahl von Energiederivaten als Anlageprodukt genutzt werden können. Die Produktvielfalt reicht von einfachen an Indizes gekoppelten Zertifikaten bis hin zu so genannten Schmetterlingszertifikaten, deren Wertsteigerung von der Preisvolatilität eines Basiswertes profitieren, unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ ist.

Auf Grund der hohen Bedeutung, die Energie für die deutsche Wirtschaft besitzt, sind für die betroffenen Unternehmen Absicherungsmöglichkeiten wichtig. Zwei gängige Beispiele für den Einsatz von Derivaten im Energiebereich finden sich zum einen bei der Absicherung des Gaspreises und zum anderen bei der Absicherung von Benzin- oder Dieselkraftstoffen.

Die in Deutschland und teils auch in den angrenzenden Staaten verwendete Ölpreisbindung für Gas orientiert sich an den Rheinschienepreisen des Statistischen Bundesamtes für leichtes oder schweres Heizöl. Diese werden monatlich vom Bundesamt ermittelt und mit einer Verzögerung von rund fünf Wochen veröffentlicht. In den vergangenen fünf Jahren schwankten die Preise zwischen 19 und 44 Euro pro Hektoliter für leichtes Heizöl beziehungsweise 127 und 244 Euro pro Tonne für schweres Heizöl.

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