Aktie im Fokus
Sky kommt dem Himmel näher

Umdenken bei Sky Deutschland: Nach erneut hohen Verlusten verzichtet der Bezahlsender auf die Übertragungsrechte an der WM. Mit neuem Fokus auf exklusive Angebote soll jetzt der Sprung zurück in die Gewinnzone gelingen.
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Sky, dem großen deutschen Bezahlsender, waren die Preise für ein Turnier, das nicht exklusiv im Pay-TV ausgestrahlt werden kann, zu hoch. Und somit laufen alle 64 Spiele der Weltmeisterschaft einzig und alleine bei den staatlichen Fernsehsendern. Dennoch können sich Sky-Abonnenten über ausführliche Informationen rund um das globale Großereignis freuen.

Besonders das Comeback von Monica Lierhaus im Sportjournalismus fünfeinhalb Jahre nach ihrer schweren Erkrankung dürfte das Interesse vieler Zuschauer wecken, zumal sie hochrangige Interviewpartner zu Gesprächen rund um die WM zu sich bitten wird. Außerdem lädt der 24-Stunden Sportnachrichtensender Sky Sport News HD unterschiedliche Akteure der Branche zum Brunchen in ein Extra-Studio-Set ein. Das Kommentatoren- Team um Marcel Reif wird ebenso wie Franz Beckenbauer und Comedian Matze Knop in Erscheinung treten.

Die zentrale Rolle im Konzept von Sky Deutschland wird – WM hin, Brasilien her – weiterhin die Fußball-Bundesliga sowie die Champions-League spielen. „Wir wissen, dass die Bundesliga und die Champions League immer mehrere Nachfrager haben wird, aber wir fühlen uns in der heutigen Wachstumsdynamik als der richtige und zukunftsträchtigste Partner der Bundesliga“, erklärt das für Sport zuständige Vorstandsmitglied Carsten Schmid.

Fußball ist somit nach wie vor die mit Abstand wichtigste Sportart für Sky. „Wir haben eine starke Fußball-Orientierung, und das wird auch so bleiben“, versichwert Schmidt. „Eine Vielzahl weiterer Sportarten unter der Sky Sport-Marke zu sammeln, ist derzeit nicht geplant.“ Zum Sport-Angebot des Senders gehören unter anderem Tennis aus Wimbledon, Formel 1, Golf und Beach-Volleyball. Die Exklusivität der vielen Live-Spiele lässt die Attraktivität des Bezahl-Senders immer stärker wachsen.

So konnte Sky im vergangenen Jahr 304.000 neue Kunden gewinnen und die Zahl der Abonnenten um 9 Prozent auf 3,667 Millionen steigern. Im ersten Quartal dieses Jahres kletterte die Zahl der Abonnenten um weitere 64.000. Bis zum Jahresende 2014 sollen zusätzlich 400.000 bis 450.000 Abnehmer hinzukommen. Darüber hinaus wuchs der Umsatz je Kunden in den vergangenen Jahren zwischen 1,50 Euro und 1,80 Euro.

Erfreulich entwickelt sich zudem die Kundenloyalität. Wer Sky erstmal abonniert hat, scheint es unbedingt behalten zu wollen. So fiel die Kündigungsquote jüngst auf 8,8 Prozent, was dem tiefsten Stand der Unternehmensgeschichte gleichkam.

Kommentare zu " Aktie im Fokus: Sky kommt dem Himmel näher"

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  • Einmal abgesehen davon, daß sky ein Teil des Murdoch-Moloches ist, riecht der gesamte Artikel nach Werbung für Sky. Das wäre verschmerzlich, da es plump genug ist, um bemerkt zu werden. Aber wenn, gleich im ersten Satz, von staatlichem Fernsehen die Rede ist, dann ist es zumindest peinlich. weil es 1. kein staatliches Fernsehen in Deutschland gibt, sondern öffentlich-rechtliches. Das ist ein kleiner, aber um so feinerer Unterschied. Wer sich im Themenbereich Medien tummelt und darüber schreibt, weiß das. Da wahrscheinlich Dummheit bei HANDELSBLATT-Redakteuren die Ausnahme ist, bleibt eigentlich nur noch Absicht übrig. Nur diese Option mißfällt mir fast noch mehr.
    Im übrigen finde ich, daß man die öffentlich-rechtlichen Sender über alle Maßen für ihr Programm kritisieren muß. Aber Staatsfernsehen gibt es in Nordkorea!

  • Murdoch und seine anti-demokratische Grundhaltung sind Grund genug, Sky zu meiden ... jeder kann etwas tun, wenn er/ sie denn nur will. So haben wir es ja in der Schule gelernt.

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