Alternativen gesucht
Intelligent in Devisen investieren

An den internationalen Aktienmärkten steigt nach der vergleichsweise guten Entwicklung der vergangenen Jahre das Risiko. Gleichzeitig tendieren die Anleihemärkte eher seitwärts. Die Anleger sind daher auf der Suche nach Alternativen nach Aktien und Anleihen.

FRANKFURT. „Eine in den vergangenen Jahren vor allem in Deutschland wenig beachtete Anlageklasse, die die Kriterien der Risikodiversifizierung erfüllt, ist die Investition in Währungen“, sagt Michael Schuelli von JP Morgan.

Neuerdings richte sich der Fokus vermehrt auf attraktive Anlagestrategien im Währungsbereich: die geringe Korrelation zu den traditionellen Asset-Klassen Aktien und Anleihen sowie die vermeintlich geringe Volatilität bei ansprechendem Renditepotenzial führen zu höherer Nachfrage und einem größeren Produktangebot. Vor allem so genannte „Carry Trades“ wirken als Magnet. Der Investor nimmt hierbei einen Kredit in einer Niedrigzinswährung – wie zum Beispiel dem Schweizer Franken oder dem Yen – auf und legt das Geld in einer Hochzinswährung an – zum Beispiel dem US-Dollar oder dem Britischen Pfund. Bei Auflösung der Position erwartet der Investor, dass der Zinsgewinn die möglicherweise entstandenen Währungsverluste übertrifft, um so Geld zu verdienen. Doch was soll der Anleger tun, wenn sich die Währungsposition nicht wie erwartet entwickelt?

„Um dieses Risiko einzudämmen und dem Investor ein Investment mit einem optimierten Chance-/Risiko-Profil zu ermöglichen, wurde eine Strategie entwickelt, die die möglichen Zinserträge einer Position dem eingegangen Risiko gegenüberstellt und so die optimalen Währungspaare herausfiltert“, sagt JP Morgan-Experte Alexander Staab.

Bei diesem so genannten „Carry to risk“-Ratio werden aus einer Grundgesamtheit von 14 Währungspaaren die potenziellen Erträge mit der Volatilität der einzelnen Währungspaare gegenübergestellt und so die attraktivsten vier Investitionsmöglichkeiten gesucht. Diese vier Paare gehen dann für einen Monat in das Rennen um Rendite, bevor die Zusammensetzung neu überprüft wird.

Der auf diese Weise entstehende Index ist seit dem Jahr 2006 handelbar und hat in der hypothetischen Rückrechnung bei einer Schwankungsbreite von nur rund 8 Prozent eine Rendite von fast 12 Prozent pro Jahr abgeworfen. „Und das bei einer sehr geringen Korrelation zu den Aktien- und Zinsmärkten“, sagt Schuelli im Gespräch mit dem Handelsblatt. Auf Grund dieser Zahlen könne durchaus von der wirklichen alternativen Asset-Klasse Währung gesprochen werden.

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