Alternativen zu Einzelengagements in Aktien
Derivate schützen vor dem Fiskus

Bei der derzeitigen Lage an den Aktien- und Anleihenmärkten ist für viele Investoren die Nachsteuerrendite von entscheidender Bedeutung. Immer mehr Anleger entdecken daher Zertifikate als Instrumente, um die Rendite ihrer Anlage in jeder Marktsituation zu erhöhen.

An den Anleihemärkten gibt es angesichts historisch niedriger Zinsen und einer jährlichen Inflation von zuletzt knapp zwei Prozent kaum mehr als zwei Prozent Realzinsen. Jenseits der Freibeträge schmälert die Zinsabschlagsteuer den ohnehin mageren Ertrag zusätzlich. Auch am Aktienmarkt stellt der an sich erfreuliche Trend zu höheren Dividendenausschüttungen bei den Unternehmen viele Anleger vor neue Herausforderungen: Dividenden machen langfristig knapp die Hälfte aller Zugewinne aus einer Aktienanlage aus. Doch auch Dividendenerträge müssen zur Hälfte versteuert werden. Zudem lohnt sich die wegen des Zinseszinseffekts für die langfristige Rendite besonders wichtige kontinuierliche Wiederanlage von Ausschüttungen erst ab einer größeren Dividendensumme.

Vor allem Indexzertifikate und Strategie-Zertifikate auf dividendenstarke Unternehmen bieten Anlegern steuerlich attraktive Alternativen zu Einzelengagements in Aktien. So werden Indizes wie der Deutsche Aktienindex Dax oder der Eurostoxx 50 als Performance-Indizes berechnet. Die Dividendenausschüttungen der im Index enthaltenen Unternehmen werden bei der Indexberechnung berücksichtigt, steuerschädliche Auszahlungen wie bei einem Direktinvestment in die enthaltenen Aktien fallen nicht an. Über die Jahre profitieren Anleger sogar vom Zinseszinseffekt der Ausschüttungen, da die Indexberechnung die kontinuierliche Wiederanlage der Dividenden unterstellt.

Für deutsche Anleger lohnt es sich dabei, über den Dax hinauszublicken, etwa mit einem Zertifikat auf den Stoxx-50-Performanceindex für europäische Standardwerte der HVB (ISIN: DE000HV0AVD9). Die Hälfte der 50 im Stoxx 50 enthaltenen Werte weist für 2005 eine Dividendenrendite von mehr als 3,5 Prozent auf – von den 30 Dax-Unternehmen sind es lediglich sechs.

Viele Emittenten wie die Société Générale (SG) haben diesen Ansatz verfeinert und bieten Zertifikate auf besonders dividendenstarke Unternehmen an. So investiert das „Dividend Stars Europe“-Zertifikat (ISIN: DE000SG0EDJ8) ohne Laufzeitbegrenzung in die zehn dividen-denstärksten Werte aus dem Eurostoxx 50. Die Zusammensetzung wird halbjährlich überprüft. Diese Umsetzung lässt sich die SG mit einer jährlichen Gebühr von 0,6 Prozent honorieren. Der Vorteil für den Anleger: Historisch betrachtet, schneiden Aktien mit einer hohen Dividendenrendite besser ab als der breite Markt.

Wie lukrativ die über den Direktkauf kaum praktikable Wiederanlage aller Dividenden ist, zeigt eine Rückrechnung auf BASF: Ein Anleger, der 1980 5 000 Euro in BASF-Aktien investierte, verfügt heute über Aktien im Wert von knapp 40 000 Euro und erzielte Dividendenerlöse in Höhe von rund 14 000 Euro. Die koninuierliche Wiederanlage der Dividenden hätte seinen Gesamtertrag auf 101 000 Euro gehebelt.

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